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Handball-Bundesliga : Aufsteiger HSV Hamburg will wachsen

  • -Aktualisiert am

Der Mann fürs Tor: Johannes Bitter Bild: Reuters

Der neue HSVH soll mit dem alten nichts zu tun haben, der nach Meisterschaft und Champions-League-Sieg pleiteging. Trainer Jansen und Sportchef Schwalb arbeiten an einem schlagkräftigen Kader.

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          Es ist bitter und auch ein bisschen böse – aber mit dieser Mannschaft wird der neue Zweitligameister, der Handball Sport Verein Hamburg (HSVH), kaum eine Chance auf den Klassenverbleib in der Bundesligasaison 2021/22 haben. Als die Aufstiegsfeierlichkeiten nach dem 32:28 gegen ASV Hamm-Westfalen endeten, hatten sich Trainer Torsten Jansen und der neue Sportchef Martin Schwalb deshalb längst Gedanken darüber gemacht, wie sie einen schlagkräftigen Kader für die neue Spielzeit zusammenbekommen.

          Drei Verstärkungen sind schon unter Vertrag: Nationaltorwart Johannes Bitter kehrt aus Stuttgart zurück, Kreisläufer Manuel Späth aus Porto verleiht der Abwehr mehr Masse, von FA Göppingen kommt Nicolai Theilinger für den rechten Rückraum. Mit ihnen fühlen sich Jansen und Schwalb besser gerüstet, um mit dem HSVH in der Bundesliga zu bestehen. Weitere Transfers werden folgen, um aus dieser talentierten Mannschaft einen aussichtsreichen Erstliga-Verein zu machen, denn tendenziell steigen die Aufsteiger sofort wieder ab. So auch in diesem Jahr: Essen und Coburg.

          Jansen und Schwalb wissen das. Sie wissen auch, dass der neue HSVH mit dem alten nichts zu tun hat. Als der große Hamburger SV nach Meisterschaft und Champions-League-Titel im Januar 2016 pleiteging, weigerten sich Schwalb und ein paar Getreue, das Aus des Klubs hinzunehmen. Auf der Basis der zweiten HSV-Mannschaft begann Schwalb als Vizepräsident den Marsch durch die Klassen zu dirigieren. Oberliga, dritte Liga, drei Jahre zweite Liga – spätestens mit Trainer Jansen von 2018 an war das Projekt HSV auf die Bundesliga ausgerichtet.

          Der Planer: Martin Schwalb
          Der Planer: Martin Schwalb : Bild: dpa

          Jansen, als Linksaußen 2007 Weltmeister, formte eine Gruppe aus eigenen Nachwuchs-Akteuren um Spielmacher Leif Tissier. Viele hatte er schon als A-Jugendliche betreut. Die 1,5 Millionen Euro, die der Verein ausgibt, sind nicht einmal für die Verhältnisse der zweiten Liga Spitze. Aber das Ganze soll gesund wachsen, nicht zu schnell wie damals.

          Meister sind sie als verschworene Gemeinschaft geworden, überraschend vor den höher eingestuften Teams aus Lübbecke und Gummersbach. In der ausgeglichenen zweiten Liga stolperte der HSVH ein paar Mal weniger als die Konkurrenz.

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