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Kurzbahn-Weltrekord : Mit den Buchstaben WR geht ein Traum für Sarah Köhler in Erfüllung

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Die Schnellste der Welt: Sarah Köhler bricht einen Weltrekord. Bild: dpa

Dem Traumpaar des deutschen Schwimmens gelingt ein Rekord-Doppelschlag: Erst bricht Florian Wellbrock einen deutschen Rekord, dann schlägt seine Freundin Sarah Köhler zu: Sie unterbietet die Weltbestzeit über 1500 Meter Freistil.

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          Erst schwamm Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock deutschen Rekord, dann überbot ihn seine Freundin Sarah Köhler mit einem Weltrekord: Am dritten Tag der Kurzbahn-DM in Berlin sorgte das deutsche Schwimmpaar gleich in den ersten beiden Endläufen für einen spektakulären Doppelschlag.

          Der 22-jährige Wellbrock verbesserte bei seinem Sieg über 800 m Freistil in 7:32,04 Minuten die vier Jahre alte deutsche Bestmarke von Florian Vogel um 1,4 Sekunden. Wenig später unterbot die drei Jahre ältere Köhler in 15:18,01 Minuten über 1500 m den Weltrekord der Spanierin Mireia Belmonte von 2014 um 1,7 Sekunden.

          „Ich hätte nie gedacht, dass ich die zwei Buchstaben WR hinter meinem Namen mal sehen würde“, sagte Köhler, „für mich geht definitiv ein Traum in Erfüllung.“ Die Freiwasser-Staffel-Weltmeisterin, die in Magdeburg mit Wellbrock trainiert, aber für Frankfurt/Main startet, war gerade erst aus dem ersten Höhentrainingslager für die Olympischen Spiele in Tokio zurückgekehrt. „Natürlich ist es die Langbahn, die dieses Jahr besonders zählt“, betonte sie, „aber jetzt ist es erstmal ein Weltrekord, und das ist der absolute Wahnsinn.“

          Weltrekord mit Ansage

          Die WM-Zweite von Gwangju hatte schon am Donnerstag über 800 m ihren eigenen deutschen Rekord verbessert. Wellbrock und Köhler, die bei der Langbahn-WM in Südkorea für vier der sieben deutschen Schwimm-Medaillen verantwortlich waren, verzichten mit Blick auf Olympia im nächsten Jahr auf die Kurzbahn-EM in Glasgow (4. bis 8. Dezember).

          „Der Weltrekord war fast mit Ansage“, sagte ihr Trainer Bernd Berkhahn, gleichzeitig Teamchef der Beckenschwimmer. „Ich habe Sarah gestern schon die Aufgabe gegeben, heute den Weltrekord zu schwimmen. Nach den 800 Kraul schien es bereits erreichbar, da es die Konstanz ist, die sie auszeichnet, und das hat wirklich gut funktioniert.“

          Bei der Kurzbahn-EM an den Start gehen will dagegen der WM-Vierte Philip Heintz. Der Heidelberger löste mit seinem Erfolg über 200 m Lagen in 1:54,25 Minuten das Ticket nach Schottland und kann damit in knapp drei Wochen seinen Titel von 2017 verteidigen.

          Die Norm erfüllten unter anderem auch die deutschen Meister Laura Riedemann (Halle/Saale) und Christian Diener (Potsdam) über 100 m Rücken, Zoe Vogelmann (Heidelberg) über 200 m Lagen sowie Lisa Höpink (Essen) und Artem Selin (Nürnberg) über 50 m Freistil.

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