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Missbrauch im Turnen : Ein systemisches Problem

  • -Aktualisiert am

Die Hand einer Turnerin greift nach einem Holm während des Trainings am Stufenbarren. Bild: dpa

Mehrere Turnerinnen erheben Vorwürfe gegen eine Trainerin. Diese sind nun untersucht worden, der Verband legt eine Stellungnahme ab. Doch darin gibt es eine große Leerstelle.

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          Der erste Schritt ist getan: Der Deutsche Turner-Bund hat die Schilderungen missbräuchlicher Trainingspraktiken, die von Chemnitzer Turnerinnen gegen die Cheftrainerin des dortigen Bundesstützpunkts Ende November öffentlich geworden sind, untersuchen lassen. Nach nur rund sieben Wochen legte das Verbandspräsidium eine Stellungnahme vor. Keine Sonntagsrede, sondern eine ausführliche und transparente Darlegung von Gegenstand, Ablauf, Durchführung und Ergebnissen der Untersuchung, mit der eine Frankfurter Anwaltskanzlei betraut worden ist.

          Der diffuse und daher für Verharmlosungen anfällige Begriff der „psychischen Gewalt“ im Sport wird definiert und in Kategorien entsprechender Verhaltensweise in der Praxis gefasst. 32 lange Interviews und Dokumente wurden ausgewertet. Aus dem Ergebnis leitet der Spitzenverband erste Konsequenzen ab.

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