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Militärweltspiele in Wuhan : Keine besonderen Vorkommnisse

Die deutsche Schützin Sandra Reitz und ihr Trainer bei den Weltspielen in Wuhan: Nichts Auffälliges bemerkt. Bild: Picture-Alliance

Die deutsche Delegation schließt die Militärweltspiele in Wuhan entgegen jüngster Meldungen aus Italien und Frankreich als Verteiler des Coronavirus aus. Es habe keine auffälligen Krankheitsverläufe gegeben.

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          Die Militärweltspiele in Wuhan im vergangenen Oktober können nach Ansicht der deutschen Delegationsleitung als Virenverteiler in der Corana-Pandemie ausgeschlossen werden. Oberstleutnant Michael Schlößer, Sprecher der Streitkräftebasis, teilte auf Anfrage der F.A.Z. mit, es hätten sich „keine Sportler der deutschen Delegation“ während oder nach ihrer Rückkehr aus China „mit auffälligen Krankheitsverläufen, die auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 schließen ließen, gemeldet.“

          Italiens Fecht-Olympiasieger Matteo Tagliariol und die frühere Fünfkampf-Weltmeisterin Elodie Clouvel aus Frankreich hatten zuletzt den starken Verdacht geäußert, sie und einige Teamkollegen hätten sich bei den Weltspielen vom 18. bis 27. Oktober 2019 in Wuhan mit dem Coronavirus angesteckt, ohne dies wissen zu können, da Covid-19 offiziell erst Ende Dezember ausgebrochen war.

          Fast 10.000 Athleten aus mehr als 140 Ländern hatten an Wettbewerben teilgenommen, darunter 243 deutsche Sportler und weitere gut einhundert Begleiter. Etwa 30 der 350 deutschen Delegationsmitglieder hätten laut Schlößer während der Spiele mit Symptomen von Atemwegserkrankungen bei den mitgereisten Bundeswehrärzten vorgesprochen. Etwa ein Viertel dieser Personen hätten die Symptome aber bereits bei der Einreise nach China gehabt. Besonders schwere oder auffällige Krankheitsverläufe, die rückblickend auf eine Sars-CoV-2-Erkrankung schließen ließen, seien nicht dabei gewesen.

          Auch die deutsche Luftpistolenschützin Sandra Reitz hatte während der Wettbewerbe nichts Auffälliges bemerkt: Es habe zwar verschiedene Erkrankungen gegeben, das sei aber nicht verwunderlich, „das war eigentlich immer so“, sagte sie dem Sport-Informations-Dienst. Laut Auskunft des deutschen Delegationsleiters Christian Lützkendorf habe die Zahl der Erkrankungen im deutschen Team sogar unter jener vergangener Spiele gelegen.

          Dies bestätigte auch der Sprecher der Streitkräftebasis, Schlößer: Im Vergleich zu vorangegangenen Militärweltspielen sei die Anzahl der Atemwegserkrankungen gering gewesen. Angesichts eines zehnstündigen Interkontinentalflugs mit trockener Flugzeugluft, Klimaanlagen und allgemein kühler nächtlicher Witterung wäre nach Erfahrung der Ärzte durchaus ein höherer Anteil an Atemwegsbeschwerden zu erwarten gewesen.

          Da der erste offiziell bestätigte Fall einer Covid-19-Erkrankung in Wuhan 63 Tage nach Abreise des letzten deutschen Sportlers aufgetreten ist und die Inkubationszeit laut Robert-Koch-Institut maximal 14 Tage dauert, könne eine mögliche Verschleppung des Erregers durch die deutsche Delegation ausgeschlossen werden.

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