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Golf-Turnier US-Open : Mickelson plant den großen Karriere-Coup

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Der Amerikaner Phil Mickelson will bei den US-Open den Karriere-Grand-Slam erreichen. Bild: AFP

Nur noch der Sieg bei den US-Open-Sieg fehlt Phil Mickelson zum Karriere-Grand-Slam. Er wäre erst der sechste Golfer, dem dieses Kunststück gelingt. Und die Rahmenbedingungen in diesem Jahr sprechen für den Amerikaner.

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          Am Samstag feiert Phil Mickelson seinen 48. Geburtstag. Ein Alter, in dem die meisten Golfprofis die zweite Karriere auf der Ü-50-Tour im Auge haben. Der Linkshänder aus San Diego strebt dagegen ganz andere Ziele an. Anfang März gewann er in Mexiko City gegen die fast komplett versammelte Weltelite ein Turnier der World Golf Championship, sein 43. Sieg auf der PGA Tour. In diesem Jahr spielte er so gut, dass er in der Jahreswertung, dem FedExCup, derzeit auf dem sechsten Platz liegt und fast schon sicher mit der Teilnahme am Ryder Cup im September in Frankreich rechnen kann.

          Die US Open finden von diesem Donnerstag bis Sonntag im Shinnecock Golf Club auf Long Island statt. Vielleicht hat Mickelson dort seine letzte, wahrscheinlich auch seine beste Chance, nach Masters (2004, 2006, 2010), PGA Championship (2005) und British Open (2013) endlich auch einmal diesen Titel zu gewinnen. Mit einem Triumph könnte er als sechster Profi den sogenannten „Karriere-Grand-Slam“, den Gewinn aller vier Majors, komplettieren. Das wissen auch die Veranstalter. Sie teilten „Lefty“ für die ersten beiden Runden zwei Kollegen als Mitspieler zu, denen jeweils auch ein Major zu diesem Coup fehlt: den Nordiren Rory McIlroy (Masters) und den Amerikaner Jordan Spieth (PGA Championship).

          Dass Mickelson unbedingt in den exklusivsten Kreis aufgenommen werden will, daran lässt er keinen Zweifel: „Nachdem ich die anderen drei Majors gewonnen habe, will ich natürlich auch noch die US Open gewinnen. Ich scheue mich nicht, es ganz klar zu sagen.“ Aber das heißt für Mickelson nicht, schon vom ersten Tag an alles zu riskieren: „Es geht für mich darum, mich am Wochenende in die Position zu bringen, dass ich um den Sieg mitspielen kann.“

          Eine Position, die Mickelson bei den US Open bestens kennt. Beim zweitältesten der vier Traditionsturniere hält Mickelson einen zweifelhaften Rekord: Sechsmal belegte er den zweiten Platz. Auch auf Long Island hatte er schon zweimal die Chance, die US Open zu gewinnen. Im Jahr 1995 hatte er am Schlusstag teilweise geführt, ehe ihn ein Doppelbogey am 16. Loch zurückwarf und sein Landsmann Corey Pavin siegte. 2004 lag er bis zum 71. Loch an der Spitze, ehe er am 17. Loch aus 1,20 Meter drei Putts benötigte, ein Doppel-Bogey kassierte und mit zwei Schlägen Rückstand auf den südafrikanischen Sieger Retief Goosen auf dem zweiten Platz landete.

          In der Rückschau wertet Mickelson dieses zweimalige knappe Scheitern als Zeichen, dass ihm der Platz liegt. Zumal der veranstaltende amerikanische Golfverband USGA die Anlage ganz nach dem Geschmack von Mickelson präpariert hat. Der Platz am Atlantik wurde zwar auf 7440 Yards (6804 Meter) bei Par 70 verlängert, dafür sind die Fairways mit 37 Metern fast doppelt so breit wie 2004 – ganz nach dem Geschmack von Mickelson, der mit seinen Abschlägen gelegentlich streut.

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