https://www.faz.net/-gtl-9i8j7

Darts-WM in London : „Es wird ein phänomenales Finale“

  • Aktualisiert am

Michael van Gerwen freut sich auf das Finale am Dienstagabend. Bild: dpa

Michael van Gerwen und Michael Smith kämpfen um den Titel des neuen Darts-Weltmeisters. Der Niederländer ist klarer Favorit. Doch der Herausforderer aus England hat eine ganz besondere Motivation.

          2 Min.

          Das größte Match des Darts-Jahres 2019 findet gleich an Neujahr statt. Der Niederländer Michael van Gerwen und Michael Smith aus England kämpfen am Dienstag (21.00 Uhr bei Sport1 und DAZN) im Londoner Alexandra Palace um den Weltmeister-Titel. „Es wird wieder ein phänomenales Finale gegen Michael. Ich habe eine großartige Bilanz gegen ihn und ich freue mich darauf“, kündigte van Gerwen im Anschluss an seinen deutlichen 6:1-Sieg gegen Dauerrivale Gary  Anderson aus Schottland an.

          „Mighty Mike“, wie van Gerwen genannt wird, ist der klare Favorit.  Seit fünf Jahren führt er ununterbrochen die Weltrangliste an, bei der WM hatte er weder mit Anderson, noch mit Doppel-Weltmeister Adrian Lewis (4:1) oder dem Deutschen Max Hopp (4:1) Probleme. „Woche für Woche arbeite ich sehr hart, deswegen bin ich begeistert, dass ich hier meine beste Leistung zeige“, erklärte van Gerwen, der im Vorjahr nur ganz knapp dem späteren Weltmeister Rob Cross unterlag.

          Für „Bully Boy“ Smith, der nur fünf von 31 Spielen gegen van Gerwen für sich entscheiden konnte, ist es das erste WM-Finale. Der Dienstag ist für Smith also ein wichtiger Tag, noch einschneidender wird aber der kommende Samstag, von dem der 28 Jahre alte Engländer schon eine genaue Vorstellung hat. „Die Person, die uns traut, soll sagen: Willst du den amtierenden Weltmeister Michael Smith zu deinem Mann nehmen?“, sagte er jüngst. Smith wird am 5. Januar heiraten.

          Öffnen
          Geheimnis des Darts : Auf der Suche nach dem perfekten Wurf Bild: FAZ.NET

          Im 95. und letzten Duell wird nun also ein neuer Weltmeister gesucht. Dieses Turnier war das bisher größte, längste und lukrativste: Allein dem Sieger winkt ein Preisgeld von 500.000 Pfund, insgesamt wurden 2,5 Millionen Pfund an die 96 Teilnehmer ausgeschüttet. Die Deutsche Presse-Agentur blickt zurück auf die Kuriositäten bei der WM in der Trendsportart.

          Bierdusche: Für Branchenprimus van Gerwen startete die Mission WM-Titel unangenehm – und klebrig. Der 29-Jährige bekam unmittelbar vor seinem Einlauf eine Bierdusche verpasst und musste sich noch einmal umziehen. Emotional angeschlagen und mit Tränen in den Augen kam van Gerwen zurück auf die Bühne, gewann aber sein erstes Match.  Den Bier-Übeltäter nannte er danach eine „dumme Person“.

          Wespe: Die in der Darts-Szene berühmte „Ally-Pally-Wespe“ ist pünktlich zur WM wieder eingeflogen. Ron Meulenkamp und Diogo Portela hatten in ihrem Erstrundenmatch mit dem Insekt zu kämpfen, der Niederländer schlug sich bei einer versuchten Abwehraktion sogar die Brille aus dem Gesicht.

          Frauenschelte: Dass es dieses Jahr erstmals zwei Quotenplätze für Frauen bei der Darts-WM gab, passte TV-Experte Gordon Shumway mal so gar nicht. „Ich bin kein Freund von diesem Zirkus. Ich weiß nicht, was das soll, zwei Damen bei einem professionellen Darts-Turnier mit aufzunehmen? Warum nur zwei? Ich finde es keine gute Idee“, sagte Shumway bei Sport1. Er entschuldigte sich zwar noch live, doch der Sportsender teilte wenige Tage später mit, ihn nicht mehr am Mikrofon einzusetzen. Ein Kommentar zum Thema von Daniel Meuren lesen Sie hier.

          Verlorenes Gebiss: Raymond Smith jubelte in seinem Erstrundenmatch wohl etwas zu ausgelassen an der Darts-Scheibe – sodass ihm ein Stück seiner Zahnprothese herunterklappte. Im Internet verbreitete sich das Video schnell, Smith aber flog sowieso nach seinem ersten Match aus dem Turnier.

          Weitere Themen

          Vertrauen und Entlastung

          Mainz 05 in der Krise : Vertrauen und Entlastung

          Streikende Spieler, entlassener Trainer. Fußball-Bundesligaklub Mainz 05 durchlebt derzeit stürmische Zeiten. Nun äußert sich der Vorstand zu Rouven Schröder.

          Topmeldungen

          Trump und Biden am Dienstag bei der ersten Fernsehdebatte.

          Präsidentenwahlkampf : Trump und die „Proud Boys“

          Donald Trump hatte gehofft, die erste Fernsehdebatte werde die Wende im Präsidentenwahlkampf bringen. Doch sein Auftreten hat das Gegenteil bewirkt – ebenso wie seine Äußerungen zu den „Proud Boys“.

          Trump gegen Biden : So reagiert das Netz auf den Schlagabtausch

          Das erste Fernsehduell zwischen Präsident Trump und seinem Herausforderer sorgt auch in den sozialen Medien für jede Menge Reaktionen. Viele sind ähnlich hitzig wie die Debatte selbst. Andere Twitter-Nutzer werden kreativ.
          Rupert Stadler sitzt in München im Gerichtssaal.

          Früherer Audi-Chef : Mit der S-Klasse zum Gericht

          Rupert Stadler hat eine neue Rolle: Er muss sich im Diesel-Prozess verantworten. Früher, in seiner Rolle als Vorstandschef der prestigeträchtigen VW-Marke Audi, fand er mehr Gefallen an öffentlichen Auftritten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.