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Football-Profi Bennett : „Ich werde sterben, weil ich schwarz bin“

  • Aktualisiert am

Michael Bennett von den Seattle Seahawks (Bild aus dem Jahr 2015) Bild: Reuters

Wieder macht ein Fall von Polizeigewalt in Amerika Schlagzeilen, wieder ist das Opfer dunkelhäutig. Dieses Mal traf es Michael Bennett – den Super-Bowl-Sieger von den Seattle Seahawks.

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          Der Fall des dunkelhäutigen Football-Profi Michael Bennett von den Seattle Seahawks hat die aktuelle Debatte um Rassismus und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten neu entfacht. Wie der Defensivspieler aus der amerikanischen Profiliga NFL auf Twitter in einem offenen Brief schrieb, sei er am Rande des Boxkampfes zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor am 26. August Opfer von Polizeibrutalität geworden. Er kündigte an, die Möglichkeiten einer Klage aufgrund der Verletzung seiner Bürgerrechte auszuloten.

          In dem Statement mit der Überschrift „Gleichheit“ beschrieb der 31-Jährige, wie er nach dem Kampf die Halle in Las Vegas verließ, als er und Hunderte Menschen „etwas hörten, was nach Schüssen klang“ und wegrannten. Daraufhin sei Bennett von Polizisten gestoppt und auf den Boden gedrückt worden.

          Als ihm Handschellen angelegt wurden, habe ein Polizist eine Waffe an Bennetts Kopf gerichtet. „Er warnte mich, dass wenn ich mich bewege, er „meinen Schädel wegblasen“ würde“, schrieb der Footballer.

          Vize-Sheriff Kevin McMahill vom Polizeidezernat in Las Vergas weist Bennetts Anschuldigungen des „Racial Profiling“ zurück.
          Vize-Sheriff Kevin McMahill vom Polizeidezernat in Las Vergas weist Bennetts Anschuldigungen des „Racial Profiling“ zurück. : Bild: AP

          „Die übermäßige Gewalt des Polizisten war unerträglich. Ich fühlte mich hilflos, als ich mit angelegten Handschellen auf dem Boden lag und der Bedrohung entgegenblickte, getötet zu werden“, beschrieb Bennett: „Alles, woran ich denken konnte, war: „Ich werde sterben, weil ich schwarz bin und meine Hautfarbe auf irgendeine Weise eine Gefahr ist.““

          Als auf dem Revier die Identität des Profi-Footballers festgestellt wurde, sei Bennett sofort freigelassen worden, allerdings „ohne legitime Begründung für das misshandelnde Verhalten des Polizisten“.

          Auf einer Pressekonferenz am späten Mittwoch wies Vize-Sheriff Kevin McMahill vom Polizeidezernat in Las Vegas Bennetts Anschuldigungen des „Racial Profiling“ zurück. „Ich kann Ihnen sagen, dass ich keine Beweise dafür sehe, dass die Hautfarbe bei diesem Vorfall irgendeine Rolle gespielt hat“, sagte er und bestätigte, dass eine interne Untersuchung im Gange sei. Obwohl Polizeibeamte in Las Vegas verpflichtet sind, Kameras am Körper zu tragen, war die des Polizisten, der Bennett konfrontierte, nicht eingeschaltet. „Ich weiß nicht warum, aber das wird Teil der Untersuchungen sein“, sagte McMahill.

          Nicht erst seit den blutigen Ausschreitungen von Rechtsextremen am 12. August in Charlottesville/Virginia ist Rassismus in den Vereinigten Staaten ein Dauerthema. Aus Protest gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt hatte Football-Quarterback Colin Kaepernick bereits im vergangenen Jahr beim Abspielen der Nationalhymne vor Spielen einen „Sitzstreik“ durchgeführt. Mehrere Profis, darunter auch Bennett, waren diesem Beispiel gefolgt.

          Kaepernick meldete sich direkt nach der Veröffentlichung von Bennetts Brief auf Twitter zur Wort. „Dieser Übergriff auf meinen Bruder Michael Bennett ist widerlich und ungerecht. Ich stehe an der Seite von Michael, und ich stehe an der Seite der Menschen“, schrieb der derzeit vereinslose Profi.

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