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Merlene Ottey wird 50 : Die ewige Sprinterin

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Unnachahmlich eleganter Laufstil: die ewige Sprinterin Merlene Ottey Bild: picture-alliance / dpa

1980 gewann sie ihre erstes olympisches Edelmetall. 2008 verpasste sie die Sommerspiele in Peking nur knapp. An diesem Montag feiert Merlene Ottey ihren 50. Geburtstag. Ihre Karriere hat sie noch immer nicht beendet.

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          Als „Mannequin in Motion“ machte sie die Kunststoffpiste zu ihrem Laufsteg. Doch sie war auch ganz schön schnell. Keine andere errang in ihrer Sportart so viele Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wie Merlene Ottey. Mit 20 Jahren gewann die 1,75 Meter große karibische Schönheit 1980 ihr erstes olympisches Edelmetall. Mit 48 verpasste sie 2008 die Sommerspiele in Peking nur knapp. An diesem Montag feiert sie ihren 50. Geburtstag. Ihre Karriere hat sie noch immer nicht beendet.

          „Ich bin noch immer fasziniert von diesem Sport. Noch kann ich nicht endgültig aufhören“, sagt die Frau mit den Kulleraugen, für die der Sprint zur Sucht geworden ist. Noch mit 36 lief sie in 10,74 Sekunden persönliche Bestzeit - mit der sie auf Platz vier der ewigen Weltrangliste steht. Seit sie 30 ist, führt sie in allen Altersklassen weltweit die Sprint-Statistik an. Mit 46 stellte Merlene Ottey in 11,41 Sekunden einen „Senioren“-Weltrekord auf.

          Jahrelang galt Ottey als „Bronze-Queen“, denn immer wenn es um alles ging, verpasste sie den ganz großen Sieg um Wimpernschläge. 1996 in Atlanta fehlten ihr im fast „toten Rennen“ in 10,94 fünf Tausendstel zum Sieg - den die Amerikanerin Gail Devers verbuchen durfte. Damals gewann Ottey eine ihrer drei Silbermedaillen bei Sommerspielen. Dazu stehen sechs Bronzene in ihrer Bilanz. Die letzte erhielt sie vergangenes Jahr nach der späten Aberkennung des Olympiasieges von Marion Jones (USA) 2000 in Sydney.

          Merlene Ottey: auch mit 50 noch auf dem Laufsteg Leichtathletik?

          Bei der WM 1993 in Stuttgart fehlte ihr im Duell mit Gail Devers sogar nur eine Tausendstelsekunde zum Gold. Doch über 200 Meter platzte damals der Knoten, auch 1995 in Göteborg gewann sie über die längere Sprintstrecke WM-Gold.

          Ein positiver Dopingtest - ein Wechsel der Staatsangehörigkeit

          Die Karriere von Merlene Joyce Ottey, am 10. Mai 1960 als eines von sieben Geschwistern in Cold Spring/Jamaika geboren, blieb nicht ohne Makel. 1999 für sie positiv auf Nandrolon getestet. Ottey fühlte sich in den Monaten danach geächtet, selbst als sie wegen eines Formfehlers rehabilitiert worden war. „Man wollte mich aus dem Sport drängen“, erklärte Ottey - und wechselte nach Slowenien, wo sie 2002 die Staatsbürgerschaft erhielt.

          Unter Trainer Srdjan Djordjevic erreichte die „ewige Ottey“ 2004 bei den Olympischen Spielen von Athen das Halbfinale über 100 Meter, ebenso bei ihrem EM-Debüt 2006 in Göteborg. Ein Jahr später schied sie als älteste WM-Teilnehmerin der Leichtathletik-Geschichte im 100-Meter-Vorlauf von Osaka aus, 2008 verpasste sie die Olympia-Norm. Das heißt aber nicht, dass sie mit dem Laufen aufgehört hätte. Nicht viele würden sich wundern, wenn die 50-Jährige bei der EM 2010 in Barcelona wieder auftauchen würde.

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