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Meineid-Prozess : Bonds bereits im Jahr 2000 positiv getestet

  • Aktualisiert am

Homerun-König und Doping-Buhmann: Barry Bonds Bild: AP

Baseball-Star Barry Bonds soll bereits im November 2000 positiv auf leistungssteigernde Mittel getestet worden sein. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit, die im Meineid-Prozess gegen Bonds ermittelt.

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          Baseball-Star Barry Bonds soll nach Angaben der amerikanischen Staatsanwaltschaft im November 2000 positiv auf Steroide und andere leistungssteigernde Mittel getestet worden sein. Das ging am Donnerstag (Ortszeit) aus einer Veröffentlichung der Justiz in San Francisco hervor.

          Deren Sprecher, Joshua Eaton, teilte mit, dass Bonds damals bei einem Dopingtest durchgefallen sei. Dafür gäbe es jetzt neue Beweise. In der darauffolgenden Saison 2001 der Major League Baseball (MLB) hatte Bonds mit insgesamt 73 Homeruns eine Bestmarke aufgestellt. Zudem verbesserte der exzentrische Star im vergangenen August den Allzeit-Homerun-Rekord der MLB.

          Bei Verurteilung drohen Bonds bis zu 30 Jahre Haft

          Im vergangenen November wurde der 43-jährige Bonds von einem Bundesgericht in San Francisco des viermaligen Meineides sowie der Behinderung der Justiz beschuldigt. Der Outfielder, der gegenwärtig ohne Verein ist, soll bei seiner Aussage am 4. Dezember 2003 vor einem Bundesgericht im Zusammenhang mit Dopingmissbrauch gelogen haben.

          Bonds hat immer bestritten, je wissentlich leistungssteigernde Mittel genommen zu haben und die Justiz sogar im Januar gebeten, die Anklage gegen ihn fallen zu lassen. Am 29. Februar muss er sich vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft.

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