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Mein Lieblingssport : Rasante Spiele, rauschende Feste

  • -Aktualisiert am

Bild: Jan Bazing

Ach, ihr seid das, die in gebückter Haltung mit so einem Krummstock in der Hand über den Kunstrasen rennen? Ja, sind wir. Und das macht Spaß, ein bisschen süchtig - und fit. Neun Liebeserklärungen: Teil drei - Hockey.

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          Sonst stets um Objektivität bemüht, bekennen sich in unser Serie neun Autoren zu ihrer großen Leidenschaft. Teil drei - Hockey.

          Philipp war genauso alt wie ich: fünf. Er entschied sich damals für Fußball. Das reichte schon aus, um unsere Sandkastenkumpanei zerbrechen zu lassen. Ich ging nämlich zum Hockey. Das ist mehr als einfach nur Fußball, sagten die Hockeyspieler damals schon. Na ja, wir wissen ja, wie das in dem Alter läuft: Befreundete Eltern, die erst durch die Freundschaft der Söhne Freunde wurden, steckten erst die Köpfe zusammen und dann die Kinder in einen Sportverein. Hockey!

          Es gab zwar damals keinen einleuchtenden Grund für die Wahl, aber bis heute gibt es zig Gründe dafür, dass es eine gute war. Es war wohl die beste Entscheidung meiner Eltern in dieser Lebensphase - neben dem tätigen Erbarmen, meinen Pony endlich so zu stutzen, dass ich wieder was sehen konnte.

          Nichts für Schienbeinschonervergesser

          Hockey ist schnell, rasant, technisch anspruchsvoll. Hockey kann nicht jeder. Es dauert, bis man Körper und Schläger so bewegen kann, dass sich irgendwann auch der Ball so bewegt, wie man will. Hockey lehrt Disziplin - und dass man seinen Ärger manchmal besser runterschluckt. Wer den Schiri anpöbelt, holt sich ruck, zuck eine Zeitstrafe ab. Es gibt kaum einen Sport, den Jungs und Mädchen so selbstverständlich unter einem Vereinsdach gemeinsam betreiben können. Hockey geht immer: Von den "Minis" bis zum Elternhockey. Einmal Hockey, immer Hockey.

          Wo es die rauschendsten Feste gibt? Seit jeher beim Hockey. Ein Beispiel: Das ZDF sendete während Olympia 2000 von einem Boot im Hafen von Sydney - die Live-Übertragung lief noch, im Hintergrund wurde aber schon über die Tanzfläche gerockt. Von den Hockey-Nationalspielern. Die erfolgreichste deutsche olympische Ballsportart ist es sowieso.

          Ach, ihr seid das, die in gebückter Haltung mit so einem Krummstock in der Hand über den Kunstrasen rennen? Ja, sind wir. Und das macht Spaß, ein bisschen süchtig - und fit. Ist dieser harte Ball denn nicht gefährlich? Für Schienbeinschonervergesser ist Hockey nichts. Aber gefährlich? Solange man sich bei Strafecken nicht unnötig oft dem Schützen als Erster entgegenwirft oder den Job auf der Torlinie hat, eigentlich nicht.

          Philipp habe ich später noch ein paar Mal gesehen. Er war ein böser Junge, reizbar, schnell mit den Fäusten bei der Sache, und geraucht hat er auch früh.

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