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Mehrkampf : Schäfer und Abele siegen in Ratingen

  • Aktualisiert am

Wegweisend für Berlin: Carolin Schäfer Bild: dpa

Siebenkämpferin Carolin Schäfer holt nach großem Kampf im Nachsitzen ihr EM-Ticket, Zehnkämpfer Kai Kazmirek träumt auch nach einer missglückten Generalprobe von Gold in Berlin.

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          Die WM-Zweite Carolin Schäfer im Siebenkampf und Zehnkampf-Routinier Arthur Abele haben das traditionelle Mehrkampf-Meeting in Ratingen gewonnen und sich damit ihren Startplatz bei der Leichtathletik-EM in Berlin (6. bis 12. August) gesichert. Schäfer kam bei ihrem zweiten Sieg in Folge auf gute 6549 Punkte. Sie zeigte sich deutlich verbessert gegenüber ihrem Ende Mai vorzeitig abgebrochenen Wettkampf in Götzis/Österreich und rückte auf Platz zwei der europäischen Bestenliste vor. „Eine enorme Last ist abgefallen. Es war ein harter Weg, ich bin unglaublich erleichtert und freue mich jetzt auf Berlin", sagte die Frankfurterin. Nur Belgiens Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (6806) war europaweit 2018 besser.

          Hinter Schäfer, deren Bestleistung bei 6836 Punkte steht, kam Österreichs Hallen-WM-Zweite Ivona Dadic (6413) auf Platz zwei. Mareike Arndt (Leverkusen/6169) wurde Dritte und wird wie auch die viertplatzierte Louisa Grauvogel (LG Saar/6162) zur EM fahren.

          Abele überzeugende – Kazmirek enttäuscht

          Bei den Männern feierte Abele (Ulm), der verletzungsbedingt seit Olympia 2016 keinen Zehnkampf bestritten hatte, seinen dritten Ratingen-Sieg nach 2007 und 2016. Der 31-Jährige setzte sich mit deutscher Jahresbestleistung von 8481 Punkten vor seinem Vereinskollegen Manuel Eitel (8182) und dem Schweden Marcus Nilsson (8120) durch. „Ich bin überglücklich. Der alte Mann kann also doch noch rennen“, sagte Abele, der ebenfalls Nummer zwei in Europa ist.

          Der WM-Dritte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) hatte gesundheitlich angeschlagen am Samstag nach drei Disziplinen aufgegeben, nach seinen 8329 Punkten von Götzis das EM-Tickt aber bereits praktisch sicher. „Nach Götzis konnte ich nicht vernünftig trainieren. Ich fühle mich wie Wackelpudding. Der Bundestrainer hatte mir geraten, nicht anzutreten, ich wollte aber unbedingt“, sagte er. Neben ihm und Abele wird Mathias Brugger (Ulm/8304 Punkte in Götzis) in Berlin antreten. Abele verdrängte noch Youngster Niklas Kaul (Mainz/8205), der wie Brugger in Ratingen nicht am Start war.

          Weltmeister Kevin Mayer (Frankreich) testete in Ratingen seine Form in sechs Disziplinen und unterstrich mit drei persönlichen Bestleistungen seine Favoritenrolle für die EM. „Nach der Hallen-WM bin ich noch nicht stabil und weit genug im Training für einen kompletten Zehnkampf“, sagte der Branchenführer. „Eine Medaille ist das Ziel. Und Kevin zu schlagen, ist definitiv nicht unmöglich. Er ist ein Mensch, macht auch Fehler", erklärte Kazmirek dennoch: „Bei der Hallen-WM hat er nur mit fünf Punkten Vorsprung gewonnen.“

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