https://www.faz.net/-gtl-9jzxp

Baseballer Max Kepler : „Ich bin sehr dankbar für das Geld“

  • -Aktualisiert am

Durchgestartet: Max Kepler hat sich in der Major League Baseball durchgesetzt. Bild: USA Today Sports

Als erster Deutscher hat sich Max Kepler endgültig in der Major League Baseball durchgesetzt. Bis dahin war es für den Berliner ein zäher Kampf. Nun wird er mit einem besonderen Vertrag belohnt.

          4 Min.

          Als vor zehn Jahren der Wechsel eines Berliner Baseball-Talents in die Vereinigten Staaten bekannt wurde, zog sich durch viele Zeitungsartikel eine gewisse Skepsis. Denn der Spieler war gerade 16 Jahre alt, brauchte für seinen ersten Profivertrag noch die Unterschrift seiner Eltern, und er hatte einen komplizierten Nachnamen. Wie war es möglich, dass jemand diesem Jungen ein Handgeld von 800.000 Dollar bezahlen würde? Wer war dieser Maximilian Kepler-Róžycki? Was hatten die Scouts in dem 1,94 Meter großen Teenager gesehen, der damals im Baseball-Internat von Regensburg lebte? Weshalb erhielt ausgerechnet er eine Offerte, wie sie bis dahin noch keiner der dreißig Klubs in der Profi-Liga einem deutschen Nachwuchsspieler gemacht hatte?

          So etwas wie eine späte Antwort auf diese Fragen gaben die Minnesota Twins vor ein paar Tagen. Als sie ihm kurz nach seinem 26. Geburtstag einen Fünfjahresvertrag vorlegten, der ihm 35 Millionen Dollar brutto garantiert. Der Klub betonte damit zwei Dinge: dass die Talentfahnder ihr Handwerk verstehen, die den Sohn zweier Tänzer aus dem Ensemble des Berliner Staatsballetts – die Mutter Texanerin, der Vater Pole – einst beim Verein Buchbinder Legionäre erspäht hatten. Und dass Kepler ein zäher Typ sein muss.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. + F.A.S. – Adventsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Sehr spezielle Trainer-Star-Beziehung: Günter Netzer (l.) und Hennes Weisweiler

          Netzer würdigt Weisweiler : „Er hat mich und Gladbach gemacht“

          An diesem 5. Dezember wäre der legendäre Fußballtrainer Hennes Weisweiler 100 Jahre alt geworden. Günter Netzer erinnert an einen, der Dozent, Pragmatiker, Schlitzohr und Schrotmeißel war – und erzählt kuriose Anekdoten.