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Radsport : „Lieber eine Tour ohne Flair als gar keine“

  • Aktualisiert am

Schneller als der Zuschauer sehen kann: Radfahrer bei der Tour de France Bild: AP

Mehrere WorldTour-Teams geraten wegen der Corona-Krise in Schieflage, viele Radsportler müssen Gehaltseinbußen hinnehmen. Gegen eine Geister-Rundfahrt hat Radsport-Manager Denk nichts einzuwenden.

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          Die Coronavirus-Krise macht dem Radsport schwer zu schaffen. Bei mehr als 25 Prozent der 19 WorldTour-Teams wurden die Gehälter bereits gekürzt. „Wir wissen, dass drei, vier, fünf Mannschaften mehr Schwierigkeiten haben als andere. Wir hoffen, dass alle Teams die Saison beenden können“, sagte David Lappartient, der Präsident des Radsport-Weltverbandes.

          Vor allem der CCC-Rennstall, für den auch der frühere deutsche Tour-Etappengewinner Simon Geschke sowie Olympiasieger Greg van Avermaet fahren, befindet sich in Schieflage. Das Management der Schuhgeschäfte-Kette überlegt, sich aufgrund der Einbußen aus dem Sponsoring zurückzuziehen. Alle Mitarbeiter aus dem Betreuerstab mussten bis auf wenige Ausnahmen freigestellt und die Fahrergehälter stark gekürzt werden.

          Auch bei den Rennställen Mitchelton-Scott, Bahrein-McLaren, Astana und Lotto-Soudal, der Mannschaft um Klassikerspezialist John Degenkolb, ging es nicht ohne Gehaltskürzungen. Das deutsche Sunweb-Team ist bislang nicht betroffen, obwohl der Geldgeber in der Tourismusbranche tätig und mit voller Wucht von der Corona-Pandemie betroffen ist. „Allerdings ist unser Hauptsponsor Sunweb glücklicherweise ein sehr gesundes Unternehmen und mit einem sehr intelligenten und strategisch kompetenten Management ausgestattet“, sagte Teamchef Iwan Spekenbrink.

          Schneller als der Zuschauer sehen kann: Radfahrer bei der Tour de France

          Auch Ralph Denk, Eigner des Teams Bora-hansgrohe, konnte registrieren, dass die Geldgeber ihn nicht im Stich lassen. Er setzt darauf, dass die Tour de France jetzt – wie nach der Verschiebung geplant – am 29. August in Nizza beginnt. Denk hätte auch nichts gegen eine Geister-Rundfahrt einzuwenden. „Ich habe gar nichts von den Zuschauern an der Strecke, denn die bezahlen nichts. Lieber eine Tour ohne Flair als gar keine.“

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