https://www.faz.net/-gtl-7q63s

Tennis : Maria Scharapowa gewinnt in Roland Garros

  • Aktualisiert am

Erfolg in Paris: Maria Scharapowa gewinnt gegen Simona Halep Bild: AP

Großer Sieg nach hartem Kampf: Die Russin Maria Scharapowa sichert sich in drei Sätzen gegen die Rumänin Simona Halep ihren zweiten Erfolg in Paris.

          2 Min.

          Maria Scharapowa ist nach dem knappsten French-Open-Finale seit 13 Jahren wieder die Tennis-Regentin an der Seine. Zwei Jahre nach ihrem ersten Erfolg in Paris wehrte die ehemalige Weltranglisten-Erste den Angriff von Aufsteigerin Simona Halep mit dem schwer erkämpften 6:4, 6:7 (5:7) und 6:4 allerdings nur knapp ab. Scharapowa entschädigte sich mit ihrem Erfolg über die 22-jährige Rumänin am Samstag für ihre letztjährige Endspiel-Niederlage gegen die Amerikanerin Serena Williams.

          Erst nach mehr als drei Stunden Spielzeit durfte die 27-jährige Russin ihren fünften Grand-Slam-Titel bejubeln und bekam dafür eine Siegprämie von 1,65 Millionen Euro. Halep erhielt nach in ihrem ersten Grand-Slam-Finale die Hälfte. Die Bezwingerin von Andrea Petkovic verpasste den ersten rumänischen Triumph in Paris seit 1978.

          Scharapowa beginnt fehlerhaft

          36 Jahre nach dem Erfolg der Rumänin Virginia Ruzici war Halep auf dem Court Philippe Chatrier keine Nervosität anzumerken. Mehr Fehler machte anfangs Scharapowa, die Nummer acht der Welt gab gleich im ersten Spiel ihren Aufschlag ab und startete mit einem 0:2-Rückstand. In den drei vorherigen Runden hatte sie jeweils den ersten Satz verloren, sich dann aber noch durchgesetzt. Dies war ihr auch beim jüngsten Vergleich gegen Halep in Madrid gelungen, wo Scharapowa im Endspiel auch das dritte Duell der beiden gewonnen hatte. Das Pariser Finale entwickelte sich bei schwüler Wärme zu einer engen Auseinandersetzung mit vielen umkämpften, sehenswerten Ballwechseln.

          Scharapowa ging beim 3:2 erstmals in Führung, musste sich gegen die Juniorensiegerin von 2008 aber für viele Punkte hart arbeiten. Der rund zehnköpfige Anhang von Halep war auf der Tribüne an seinen roten T-Shirts zu erkennen. Zufall oder nicht: Auch der rumänische Tennis-Impresario Ion Tiriac verfolgte von seinem Stammplatz in der erste Reihe in einem roten Polohemd die Bemühungen seiner Landsfrau. Die für ihr taktisches Geschick gerühmte Halep konnte ab Mitte des ersten Satzes allerdings häufig nur noch reagieren. Scharapowa wackelte nach dem 5:2 zwar noch einmal, holte sich aber den Satz. In ihrem neunten Grand-Slam-Finale führte die Wahl-Amerikanerin im zweiten Durchgang schnell 2:0. Mit einigen Fehlern ließ sie Halep jedoch zurück in die Begegnung.

          Chapeau: Simona Halep wehrt sich tapfer

          Die künftige Nummer drei der Welt wehrte zwei Breakbälle zum 3:5 ab und ging nach dem spektakulärsten Punkt der Partie 5:4 in Führung. Ein Netzroller brachte Scharapowa das 5:5. Auch nach dem nächsten Break zeigte Halep bei eigenem Aufschlag Nerven und musste in den Tiebreak. Dort verspielte Scharapowa eine 5:3-Führung - damit gab es erstmals seit 2001 wieder einen dritten Satz in einem Damen-Finale der French Open. Scharapowa verwandelte im entscheidenden Satz ein 1:2 in einen 4:2-Vorsprung, hatte Haleps Widerstand aber immer noch nicht gebrochen und kassierte nach einem Doppelfehler den Ausgleich. Nach 3:02 Stunden verwandelte sie schließlich ihren ersten Matchball, sank auf die Knie und schrie ihre Freude heraus.

          Weitere Themen

          Die Geschichte des Dopings Video-Seite öffnen

          Erklärvideo : Die Geschichte des Dopings

          Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat im Skandal um manipulierte Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor eine Vierjahressperre gegen Russland verhängt. Damit darf Russland als Nation unter anderem nicht an den Olympischen Spielen in Tokio 2020 und Peking 2022 teilnehmen.

          Topmeldungen

          Dicke Luft in Stuttgart

          Klimagipfel : Mit Verzichtspanik wird nichts erreicht

          Als müsste in einer klimafreundlicheren Welt jemand aufs Auto, aufs Heizen, Fliegen oder auf Kinder verzichten! Das Vertrauen in die Technik ist bei denen, die den Innovationsgeist am lautesten für sich reklamieren, am geringsten.
          Leonardos „Heiliger Hieronymus in der Wildnis” blieb um 1480 unvollendet.

          KI im Kunsteinsatz : Großreinemachen

          Mit Hilfe künstlicher Intelligenz wird Shakespeare sortiert und Beethoven vollendet. Werke von Leonardo und Cézanne, Kafka und Musil, Mahler und Musil warten schon. Wohin soll das führen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.