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Marathonläufer Petros : Auf Anhieb Olympia-Norm geschafft

  • Aktualisiert am

Amanal Petros: Nummer neun der deutschen Bestenliste Bild: Picture-Alliance

Der Wattenscheider Amanal Petros unterbietet bei seinem Marathon-Debüt direkt die Olympia-Norm. Der 24-Jährige läuft in 2:10:28 Stunden auf den neunten Rang der ewigen deutschen Bestenliste.

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          Amanal Petros hat als erster deutscher Marathonläufer die Norm für die Olympischen Spiele 2020 geknackt. Der 24 Jahre alte Wattenscheider, der 2012 aus Eritrea nach Deutschland geflüchtet war und mit dem Laufen anfing, um der Tristesse seines Flüchtlingswohnheim entfliehen wollte, schaffte bei seinem Debüt über die klassischen 42,195 Kilometer in Valencia starke 2:10:28 Stunden.

          Petros blieb damit 1:02 Minuten unter der geforderten Zeit für den Saisonhöhepunkt im kommenden Jahr. Er setzte sich zudem auf Platz neun der ewigen deutschen Bestenliste, die seit dem Frankfurt-Marathon 2015 von Arne Gabius in 2:08:33 angeführt wird. Den 22 Jahre alten Westfalen-Rekord von Michael Fietz steigerte der 24-Jährige Petros um 31 Sekunden. Fietz wurde zu seiner aktiven Zeit vom selben Trainer betreut wie heute Petros: Tono Kirschbaum. „Ich glaube, dass ich ihm ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht habe“, sagte Amanal Petros gegenüber Leichtathletik.de, denn sein Trainer feierte an diesem Sonntag seinen 65. Geburtstag.

          Dass Petros mit seiner Zeit in Valencia „nur“ den 19. Platz belegte und siebtbester Europäer wurde, zeugt von der Klasse des Elitefeldes zu diesem späten Zeitpunkt der Saison. Es gewann der Äthiopier Kinde Alayew in 2:03:51 Stunden vor dem für die Türkei laufenden Kaan Kigen Özbilen, der in 2:04:16 den Europarekord von Mo Farah (Großbritannien/2:05:11) deutlich unterbot. Bei den Frauen siegte die Äthiopierin Roza Dereje (2:18:30), vier Läuferinnen blieben unter 2:19 Stunden.

          Von den deutschen Frauen hatten bereits Melat Kejeta (Kassel/2:23:57) und Katharina Steinruck (Frankfurt/2:27:26) die Norm für die Spiele von Tokio erreicht, deren Marathon-Wettbewerbe aus klimatischen Gründen im nordjapanischen Sapporo ausgetragen werden.

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