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Berühmte Segelregatta : Maltas großer Traum vom America’s Cup ist geplatzt

Der Traum hat sich in Luft aufgelöst: Anders als Titelverteidiger Peter Burling vom Team New Zealand wird beim nächsten America`s Cup keine Crew aus Malta an den Start gehen. Bild: AFP

In weniger als zwei Jahren startet die berühmteste Segelregatta der Welt – doch der erste Herausforderer zieht sich schon wieder zurück. Auch bei weiteren Teams gibt es Fragezeichen. Die America’s-Cup-Organisatoren stehen unter Druck.

          Der Traum ist geplatzt, bevor er sich überhaupt richtig mit Leben füllen konnte: Das Malta Altus Challenge-Team hat sich aus dem Rennen um eine Teilnahme am America's Cup im Frühjahr 2021 zurückgezogen – mehr als anderthalb Jahre vor dem Start des ersten Rennens der berühmtesten Segelregatta der Welt und nur sechs Monate nach der vollmundigen Ankündigung der Kampagne. Am Freitagmorgen vergangener Woche unterrichteten die Verantwortlichen aus Malta die Renn-Organisatoren und den Titelverteidiger Team New Zealand darüber, dass das Team seine Herausforderung zurückziehen werde. „Das ist eine enttäuschende Entwicklung“, erklärte Renn-Organisator Grant Dalton. „Der Rückzug von Malta Altus Challenge ist nicht nur eine Enttäuschung für das Event, sondern vor allem für all jene, die so hart daran gearbeitet haben, diese Kampagne bis an die Startlinie zu führen.“

          Der Rückzug der Malteser kommt indes nicht überraschend. Schon seit geraumer Zeit war in Fachkreisen gerätselt worden, wie das Team genügend Sponsoren auftreiben soll, um die mehr als 100 Millionen Dollar teure Kampagne finanzieren zu können. Auch die von den Organisatoren präferierte Nationenregel, wonach der Großteil der Crew-Mitglieder aus dem Land seines Teams stammen oder wenigstens für einen längeren Zeitraum gelebt haben muss, stellte die Verantwortlichen des Teams aus dem kleinen Land im Mittelmeer vor große Schwierigkeiten.

          Somit gibt es neben dem Titelverteidigerteam aus Neuseeland rund um Skipper Peter Burling sowie dem offiziellen Herausforderer, der Luna-Rossa-Crew aus Italien, noch vier weitere Teams, die sich um eine Teilnahme bemühen wollen: Neben den etablierten Mannschaften aus Großbritannien (Ineos Team UK) und den Vereinigten Staaten (American Magic), die jeweils schon erfolgreiche Testfahrten absolviert haben, wollen auch die niederländische Dutch-Sail-Crew um Skipper Simeon Tienpont und die zweite amerikanische Kampagne namens „Stars and Stripes“ in anderthalb Jahren in der Bucht vor der neuseeländischen Hafenstadt Auckland um die begehrteste Trophäe der Segel-Welt kämpfen. Auch ihre beiden Kampagnen werden derzeit noch von einigen Fragezeichen – rund um die Finanzierung und die Besetzung der Crew – begleitet, müssen allerdings laut Reglement bis zum ersten Juli in vier Wochen festgezurrt sein.

          Generell stehen die Cup-Organisatoren derzeit unter Druck: Nachdem sich der Stapellauf der ersten Teilnehmeryachten aufgrund von Stabilitätsprobleme beim Bau der sogenannten „Foils“ zunächst deutlich um mehrere Monate verzögerte, wurde die ursprünglich für diesen Herbst geplante Weltserie mit Werbe-Regatten rund um den Globus immer weiter eingestampft. Nun sollen im kommenden Jahr nur noch drei solcher Rennen stattfinden, bevor im Februar 2021 die Herausforderer-Duelle in der Bucht im Hafen von Auckland durchgeführt werden sollen. Dort wird dann jene Crew ermittelt, die im März in zwei Jahren in der eigentlichen Regatta um den America's Cup gegen die Neuseeländer antreten darf.

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