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Mailand-San Remo : Fahrt in den Frühling durch Hagel und Wind

  • Aktualisiert am

Sieger im Zielsprint: Der Norweger Alexander Kristoff Bild: dpa

Der Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo verlangt den Radprofis bei Dauerregen alles ab. Den Zielsprint gewinnt der Norweger Kristoff, Vorjahressieger Ciolek wird Neunter.

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          Bei Regen, Wind und zeitweise sogar Hagel ist Einzelkämpfer Gerald Ciolek ein erneuter Triumph beim Frühjahrsklassikers Mailand-San Remo verwehrt geblieben. Stattdessen sorgte Alexander Kristoff für den ersten norwegischen Sieg. Der Fahrer vom russischen Katusha-Team setzte sich nach 294 Kilometern im Sprint einer mehr als 20-köpfigen Spitzengruppe vor dem viermaligen Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara (Schweiz) und dem Briten Ben Swift durch.

          Ciolek, der bei der denkwürdigen Vorjahresauflage überraschend triumphiert hatte, landete im Schlusssprint als bester Deutscher auf dem neunten Platz. Allerdings war der Pulheimer im Finale komplett auf sich alleine gestellt. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Ich habe gezeigt, dass mein Sieg im Vorjahr kein Zufall war. Ich wollte bei den letzten Anstiegen vorne dabei sein. Das ist mir gut gelungen. Am Ende war ich ein wenig eingeklemmt. Da konnte ich meinen Sprint nicht so entfalten“, sagte Ciolek der Nachrichtenagentur dpa und sprach von einem „chaotischen Finale“.

          Das größte Stehvermögen beim ersten Höhepunkt der Radsport-Saison 2014 auf der Lungomare Italo Calvino hatte Kristoff, der den Sieg des Traditionsrennens erstmals nach Norwegen holte. Dabei setzte er sich auch gegen so starke Sprinter wie den früheren Weltmeister Mark Cavendish (Großbritannien/5.) oder Peter Sagan (Slowakei/10.) durch.

          Einschreiben, bitte: Vincenzo Nibali vor dem Start

          Der gebürtige Rostocker André Greipel und der Thüringer John Degenkolb waren auch lange in der Spitzengruppe vertreten, für ganz vorne reichte es aber nicht. Degenkolb warf ein Reifendefekt zurück.

          Die Primavera wurde ihrem Namen als „Fahrt in den Frühling“ wie schon im Vorjahr, als es zwischenzeitlich sogar geschneit hatte, nicht gerecht. Fast vom Start weg mussten sich die Fahrer im Dauerregen Richtung San Remo kämpfen, auf dem Turchino-Pass kam auch noch Hagel hinzu. In San Remo waren Spezialfahrzeuge im Einsatz, die die großen Wassermassen von den Straßen beförderten, um den Fahrern eine vernünftige Zielankunft zu ermöglichen.

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