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Schach-Weltmeister : Carlsens imposante Serie endet nach 125 Partien

  • -Aktualisiert am

Auch Weltmeister Magnus Carlsen kann noch verlieren. (Bild von 2019) Bild: Picture-Alliance

Ende Juli 2018 verlor Magnus Carlsen zum letzten Mal eine Schach-Partie mit klassischer Bedenkzeit. Nun passiert es wieder. Nach der Niederlage ist der Weltmeister sehr enttäuscht – und verschwindet schnell.

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          Seit dem 31. Juli 2018 hatte Magnus Carlsen keine Partie mit klassischer Bedenkzeit mehr verloren. 125 Partien hielt die Serie, mit der er längst einen Rekord setzte. 122 sind es in der Rechnung des Schachweltmeisters, der drei Siege für seinen neu gegründeten Klub Offerspill in der zweiten norwegischen Liga gegen schwächere Gegner nicht mitzählen will.

          Beim Altibox Norway Chess-Turnier in Stavanger, wo Carlsen nach achteinhalb Monaten erstmals wieder am Brett sitzt, ging sie nun nach knapp über 800 Tagen zu Ende. „Es musste irgendwann passieren, aber es ist sehr, sehr enttäuschend“, sagte Carlsen im Vorbeigehen dem norwegischen Sender TV2. Dann war er verschwunden.

          Gern hätte man erfahren, wie er seine Partieanlage sah. Nachdem er vor zwei Jahren mit der gleichen Variante der Caro-Kann-Eröffnung gegen Peter Swidler mit einem Remis davongekommen war, hatte Carlsen angekündigt, nie wieder so zu spielen. Nun tat er es doch, und schon nach einem Dutzend Zügen sahen die Computer seinen Gegner Jan-Krzysztof Duda um eineinhalb Bauerneinheiten im Vorteil und damit quasi in einer Gewinnstellung.

          So ereignisarm wie mit umgekehrten Vorzeichen in der vorigen Runde, als Carlsen den Weltranglistenzweiten Fabiano Caruana zusammenschob, ging die Partie mit Duda nicht weiter. Die Stellung wurde immer chaotischer, doch die Bewertung wurde immer eindeutiger. Der 22 Jahre alte frühere Juniorenweltmeister sammelte das geopferte Material ein. Nach 55 Zügen war der polnische Triumph perfekt.

          Am Nebenbrett verlor Caruana gegen Lewon Aronjan. An den Armenier hat Carlsen die Führung abgegeben. Auch an der Osloer Börse läuft es nicht perfekt für den Norweger. Seit vergangenem Donnerstag ist die Onlineschach-Firma „Play Magnus“, die der Weltmeister mit gründete und aufbaute, dort notiert, hat aber gleich 15 Prozent ihres Ausgabepreises verloren.

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