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Charlotte „Lottie“ Dod : Wie eine Frau einst die Sportwelt eroberte

Charlotte („Lottie“) Dod bei den Olympischen Spielen 1906 in ihrer Heimat London. Bild: Ullstein

Mit 15 Jahren gewann sie erstmals Wimbledon und triumphierte auch über die besten britischen Männer im Tennis. Doch Lottie Dod reichte das nicht. Das Leben ist zu kurz für eine Sportart.

  • -Aktualisiert am
          9 Min.

          Es ist nicht leicht, die Dinge über Charlotte Dod scharf im Blick zu halten. In ihrem Leben ist vieles geschehen, einiges, das schon mehr als ein Jahrhundert zurückliegt. Deswegen scheint es nützlich, am Ende ihres Lebens zu beginnen. Es gibt viele Quellen dazu, eine ist die „New York Times“, die am 28. Juni 1960 meldete: „Lottie Dod, Tennis-Champion und Allround-Athletin, starb in der vergangenen Nacht in einem Pflegeheim. Sie war 88 Jahre alt.“ Eine großartige Untertreibung.

          1. Familie

          Wie konnte Lottie Dod zur besten Sportlerin des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts werden? Weil sie das Glück hatte, in eine reiche Familie hineingeboren zu werden. Charlottes Vater, Joseph Dod, war der Sohn eines wohlhabenden Mannes. Er setzte zunächst auf Baumwollimporte, investierte den Gewinn rechtzeitig in andere Geschäfte und mehrte seinen Reichtum. 1863 heiratete er Margaret Aspinall, fortan gaben sich die beiden Mühe, die an sie als Stinkreiche gestellten Erwartungen zu erfüllen: sie protzten. Joseph kaufte einen Landsitz einige Kilometer südlich von Liverpool, verpasste ihm einen passenden Namen (Edgeworth House) und die passende Ausstattung (chinesische Vasen, römische Statuen, zum Platzen gepolsterte Stühle).

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