https://www.faz.net/-gtl-abdi8

Lindsey Vonn in Pandemie : „Ich bin so glücklich wie noch nie in meinem Leben“

  • Aktualisiert am

„Ich denke, die Pandemie war eines der besten Dinge, die mir passiert sind“: Lindsey Vonn Bild: dpa

Lindsey Vonn ist die erfolgreichste Skirennläuferin der Weltcup-Geschichte. 2019 beendete sie ihre Karriere. Nun erzählt sie vom Leben danach und erklärt, warum die Pandemie für sie ein Glücksfall war.

          1 Min.

          Für die ehemalige Weltklasse-Skirennfahrerin Lindsey Vonn ist die Corona-Pandemie nach eigenen Angaben ein Glücksfall. „Ich denke, die Pandemie war eines der besten Dinge, die mir passiert sind, weil es mich dazu gebracht hat, runterzufahren und wirklich Zeit mit mir selbst und meinen Gedanken zu verbringen und damit, was ich mit meinem Leben anfangen will“, sagte die erfolgreichste Frau der Weltcup-Geschichte am Dienstag in Sevilla nach Bekanntgabe ihrer Ernennung zum Mitglied für die Laureus Academy. „Ich arbeite immer, ich bin so eine ehrgeizige Person, dass ich in meiner Arbeit stecke und vergesse, was mir wichtig ist und was mich glücklich macht.“

          In den vergangenen Monaten habe sie diese Zeit gehabt. „In der Pandemie habe ich gelernt, was mich glücklich macht und was mich motiviert. Ich habe das Gefühl ich bin so glücklich wie noch nie in meinem Leben. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte die amerikanische Olympiasiegerin.

          Die inzwischen 36-Jährige hat ihre aktive Karriere als Sportlerin 2019 nach zahlreichen Verletzungen beendet. „Heute stelle ich mich als Geschäftsfrau vor“, sagte sie. „Manche Leute wissen nicht, dass ich Ski gefahren bin und wenn sie fragen, was ich mache, sage ich, ich bin Geschäftsfrau, Investorin und Unternehmerin. Manchmal stolpere ich noch und weiß nicht genau, was ich sagen soll, aber Geschäftsfrau ist so etwas wie mein neuer Titel.“

          Vonn hält derweil nichts von eventuellen Protestaktionen bei olympischen Siegerehrungen. „Wenn du an etwas glaubst, dann solltest du dich dafür einsetzen und deine Meinung sagen. Es gibt bestimmte Orte, bei denen ich denke, dass sie angemessener sind als andere, um als Athlet seine Stimme zu erheben“, sagte sie.

          „Zum Beispiel das olympische Podium. Ich denke, dass, auch wenn es historische Momente in der Vergangenheit gegeben hat, es wichtig ist, die beiden anderen Menschen auf dem Podium zu respektieren. Das sollte ein heiliger Ort sein, an dem es keinen Protest geben sollte. Aber es gibt Millionen andere Orte innerhalb der olympischen Wettkampfstätten, um seine Meinung zu sagen.“

          Vonns Empfinden nach engagiert sich das Internationale Olympische Komitee für Gelegenheiten zur Meinungsäußerung. „Ich weiß, dass das IOC versucht, Wege zu ermöglichen, damit Sportler ihre Meinung sagen können, ohne dass von den Errungenschaften anderer etwas genommen wird. Andere zu respektieren ist sehr wichtig“, sagte sie. „Ich habe Respekt dafür, wenn jemand der Welt sagt, wie man fühlt. Dazu braucht es Cojones. Es ist gut, dass das passiert. Aber ich denke, es gibt Orte und Gelegenheiten, die angemessener sind als andere.“

          Weitere Themen

          Das Drama um Christian Eriksen Video-Seite öffnen

          Herzdruckmassage auf dem Platz : Das Drama um Christian Eriksen

          Bei der Begegnung zwischen Dänemark und Finnland war der 29-jährige Christian Eriksen kurz vor Ende der ersten Halbzeit kollabiert. Fans und Spieler zeigten sich fassungslos. Die gute Nachricht: Der Zustand des dänischen Nationalspielers hat sich stabilisiert.

          Topmeldungen

          Das Spitzenduo der Grünen: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Robert Habeck.

          Parteitag der Grünen : Nur ein bisschen links

          48 Prozent Spitzensteuersatz und 12 Euro Mindestlohn: In der Welt der Grünen sind das schon gemäßigte Forderungen. Auf dem Parteitag setzten sich diese durch. Die Unterstützung zumindest eines Spitzenmanagers hat die Partei.
          Der Sitz der amerikanischen Zentralbank in Washington

          Hohe Teuerungsraten : Die Rückkehr der Inflation

          In Amerika sind die Preise um 5 Prozent gestiegen. In Deutschland dürfte die Inflationsrate bald 4 Prozent erreichen. Was sagt die Wirtschaftstheorie dazu?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.