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Surfer in Costa Rica : „Die Polizei hat sogar Warnschüsse abgegeben“

  • -Aktualisiert am

Der Traum von der perfekten Welle: Für Leon Glatzer ist das Surfen auf Costa Rica derzeit mit zusätzlichen Gefahren verbunden. Bild: Shane Leon

Olympia in Tokio war Leon Glatzers große Ziel. Es war ganz nah. Doch dann kam Corona. Nun hängt auch vor dem Paradies ein Absperrband – in Costa Rica, dem Paradies für Surfer. Wer trotz Verbots ins Wasser geht, lebt ziemlich gefährlich.

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          Verrückte Welt. Auch vor dem Paradies hängt nun ein Absperrband – in Costa Rica, dem Paradies für Surfer. Seit Anfang des Monats ist es verboten, dort an den Strand oder ins Wasser zu gehen, alle müssen draußen bleiben, auch die Wellenreiter, auch Leon Glatzer. Der 23 Jahre alte Surfprofi ist in Costa Rica aufgewachsen, er hat einen deutschen und einen amerikanischen Pass und war drauf und dran, sich für das deutsche Olympia-Team zu qualifizieren. Tokio 2020 war das große Ziel, und es war nur noch einen Wettkampf weit entfernt, die Qualifikation in El Salvador Ende Mai. Nun ist Olympia auf das nächste Jahr verschoben, und an Surfen ist, zumindest offiziell, nicht zu denken.

          Im Januar war Glatzer noch mit dem deutschen Nationalteam – drei Männer, drei Frauen – in Köln für Gesundheits- und Leistungstests. Danach ging es für ein paar Tage auf die Kanaren, anschließend für vier Wochen nach Australien zum Training, dann zurück nach Portugal, wieder Training und Start der Euro League. Und dann, von einem Tag auf den anderen, war alles zu Ende. Erst wurden angesichts der Corona-Pandemie die Wettkämpfe abgesagt, einen Tag später auch das Trainingscamp des deutschen Teams. Das war am 14. März. Glatzer konnte sich entscheiden: in Portugal bleiben und dort das Ende der Krise abwarten oder nach Hause nach Costa Rica fliegen? „Ich habe keine Minute überlegt“, sagt er.

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