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Leichtathletik-Meeting Istaf : Mihambo gewinnt mit Jahresweltbestleistung

  • Aktualisiert am

Tisch-Feuerwerk für die Siegerin: Malaika Mihambo Bild: dpa

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo steigert beim Leichtathletik-Meeting Istaf Indoor ihre Jahresweltbestleistung. Auch Stabhochspringer Blech überzeugt mit großen Sprüngen.

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          Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat beim Hallen-Meeting Istaf Indoor in Berlin die herausragende Leistung gezeigt. Die 27 Jahre alte Athletin von der LG Kurpfalz steigerte sich am Freitag bei ihrem Sieg auf 6,77 Meter. So weit sprang bisher keine andere Frau in diesem Jahr auf der Welt. Bei ihrem Erfolg am vergangenen Wochenende in Düsseldorf war sie 6,74 Meter weit gesprungen. Zum ersten Sieben-Meter-Satz im Olympia-Jahr reichte es in Berlin noch nicht. „Ich bin zufrieden. Man sieht, dass es in die richtige Richtung geht“, sagte Mihambo.

          Zweite wurde in Berlin Maryna Bech-Romantschuk mit 6,64 Metern. Die Ukrainerin hatte bei der WM 2019 in Doha/Qatar hinter Mihambo Platz zwei erreicht und sie im September 2020 beim Istaf im Berliner Olympiastadion geschlagen.

          Blech über  5,80 Meter

          In einem packenden Stabhochsprung-Wettkampf musste sich der Leverkusener Senkrechtstarter Torben Blech nur dem philippinischen Überraschungsmann Ernest John Obiena geschlagen geben. Beide übersprangen 5,80 Meter. Obiena, der seine persönliche Bestleistung gleich um 18 Zentimeter steigerte, benötigte aber weniger Fehlversuche. Blech hatte sich bei seinem Sieg in Düsseldorf zuletzt auf 5,86 Meter gesteigert.

          Wie Obiena scheiterte er in Berlin dreimal an 5,87. Dritter wurde Oleg Zernikel (Landau) mit einer Steigerung auf 5,72. Der WM-Vierte Bo Kanda Lita Bähre (Leverkusen) wurde Sechster (5,62). Der ehemalige Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) konnte als Achter und Letzter nur 5,42 Meter überwinden und verkündete das Ende seiner Hallensaison. „Körperlich bin ich gut drauf, aber der Kopf ist nicht fit, mental bin ich ausgebrannt“, sagte Holzdeppe.

          Über 60 Meter Hürden der Frauen sorgte die WM-Zweite Christina Clemons in 7,83 Sekunden für eine weitere Jahresweltbestleistung, Ricarda Lobe (Mannheim) kam im Finale auf Platz sechs (8,19). Im Hürdensprint der Männer setzte sich der Amerikaner Aaron Mallet im Foto-Finish gegen den favorisierten Olympia-Zweiten Orlando Ortega aus Spanien durch. Beide Läufer rannten 7,64 Sekunden über die 60 Meter. Dritter wurde Erik Balnuweit (VfL Wolfsburg) in 7,70 Sekunden. Damit unterbot er die Norm für die Hallen-EM Anfang März Torun/Polen.

          Im 60-Meter-Sprint der Männer wurde Kevin Kranz (Wetzlar) beim Sieg des Ivorers Arthur Cisse (6,53) in 6,62 Sekunden Dritter, der deutsche 100-Meter-Rekordler Julian Reus (Erfurt) schied ebenso wie Vorjahres-Aufsteiger Deniz Almas (Wolfsburg) im Vorlauf aus. Bei den Frauen musste sich Lisa Mayer (Wetzlar) in 7,26 Sekunden nur der Slowenin Maja Mihalinec-Zidar (7,23) geschlagen geben. Lokalmatadorin Lisa-Marie Kwayie wurde in 7,36 Sekunden Sechste.

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