https://www.faz.net/-gtl-9wjr8

Leichtathletik : Golden Girl liefert Weltjahresbestleistung

  • Aktualisiert am

Das Golden Girl wird umjubelt und liefert Weltjahresbestleistung. Bild: dpa

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo wird schon vor dem Wettkampf umjubelt, doch dann springt sie beim Istaf Indoor in Berlin über die magische Grenze hinweg.

          2 Min.

          Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat beim Berliner Istaf Indoor die Sieben-Meter-Marke geknackt und ist an die Spitze der Weltjahresbestenliste gesprungen. Die 26-Jährige von der LG Kurpfalz flog am Freitagabend im letzten Durchgang 7,07 Meter weit und wiederholte damit auch ihren Vorjahreserfolg. „Ich wusste, dass ich sieben Meter springen kann und bin froh, dass es letztendlich geklappt hat“, sagte die Siegerin.

          Mihambo lag im zweiten Hallenwettkampf der Olympia-Saison 28 Zentimeter vor der zweitplatzierten Nigerianerin Ese Brume (6,79). Platz drei bei dem Leichtathletik-Hallenmeeting sicherte sich die Weißrussin Nastassja Mirontschik-Iwanowa (6,75 Meter). Die lange Zeit schwer verletzte Maryse Luzolo aus Königstein schaffte mit 6,46 Metern eine persönliche Saisonbestleistung für ihr Comebackjahr.

          Schon bei der Vorstellung wurde Mihambo von den 12.500 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena mit tosendem Beifall begrüßt – nach ihrem sieben-Meter-Sprung erhielt sie stehende Ovationen. Nur zwei deutsche Athletinnen hatten zuvor in der Halle die sieben Meter geschafft: Weltrekordlerin Heike Drechsler (7,37 Meter/1988) und Helga Radtke (7,09 Meter/1985).

          Zuvor hatte bereits Sprinterin Lisa Marie Kwayie stark aufgetrumpft. Die Lokalmatadorin gewann die 60 Meter in 7,25 Sekunden und stellte eine Saisonbestleistung auf. „Das gibt mir großes Selbstvertrauen, das war mein erster Wettkampf in dieser Saison“, sagte die 23-Jährige von den Neuköllner Sportfreunden. „Mit der Zeit habe ich nicht gerechnet. Aber das zeigt, dass ich auf einem guten Weg bin.“ Zweite wurde die Tschechin Klara Seidlova (7,26 Sekunden) vor Yasmin Kwadwo (Paderborn), die in 7,36 Sekunden auch die beste Zeit ihrer bisherigen Saison lief.

          Hürdensprinterin Cindy Roleder (Halle/Saale) konnte nicht zum Finale über 60 Meter Hürden antreten. Laut eigener Aussage hatte sie beim Aufwärmen „deutliche Schmerzen“ unterhalb des Gesäßes. Mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) wolle sie kein Risiko eingehen. „Ich habe große Ziele im Sommer und möchte nichts riskieren. Ich habe immer mal wieder Schmerzen im Training, das ist aber ein neuer Schmerz“, so Roleder.

          Enttäuschende Altmeister

          Der Franzose Valentin Lavillenie und der Niederländer Rutger Koppelaar haben sich den Sieg in der Stabhochsprung- Konkurrenz geteilt. Beide übersprangen 5,61 Meter. Dritter wurde der Norweger Pal Haugen Lillefosse vor dem Leverkusener Torben Blech, die ebenfalls 5,61 Meter meisterten, aber mehr Fehlversuche aufwiesen. Olympiasieger Thiago Braz aus Brasilien wurde in einem insgesamt schwachen Wettkampf ohne gültigen Versuch Letzter – hinter dem ehemaligen Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich/5,41), der ebenfalls enttäuschte.

          Weitere Themen

          FC Barcelona rettet Remis

          1:1 in Neapel : FC Barcelona rettet Remis

          Auch dank seines Torwarts ter Stegen erkämpft sich der FC Barcelona eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der Champions League. Schiedsrichter Brych stellt einen Rekord auf.

          Bryants Witwe rührt zu Tränen Video-Seite öffnen

          Abschied von Ex-NBA-Star : Bryants Witwe rührt zu Tränen

          „Ich werde niemals sehen, wie mein kleines Mädchen den Weg zum Traualtar beschreitet.“ Das sagte die Witwe des ehemaligen NBA-Stars Kobe Bryant in ihrer Trauerrede über ihre 13-jährige Tochter. Diese war zusammen mit ihrem Vater und sieben anderen Menschen Ende Januar bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen.

          Topmeldungen

          Er wedelt noch, sie merkelt schon: Habeck, Baerbock und die „Merkel-Raute“

          Heimlich für Merz? : Die Grünen hoffen auf Merkel-Stimmen

          Die Grünen wollen regieren. Das ginge mit einer Laschet-CDU leichter als mit einer Merz-CDU. Vor allem wollen sie jedoch stärkste Partei werden. Den Platz dafür in der politischen Mitte könnte eher Merz als Laschet schaffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.