https://www.faz.net/-gtl-t13l

Leichtathletik : Sprinter Tobias Unger muß EM absagen

  • Aktualisiert am

EM-Aus statt Endlauf: Tobias Unger Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Deutschlands Vorzeigesprinter Tobias Unger muß seinen Start bei den Leichtathletik-EM wegen eines Fersensporns an der linken Achillessehne abschreiben. Er wird am 19. Juli operiert.

          1 Min.

          Deutschlands Vorzeigesprinter Tobias Unger wird am 19. Juli wegen eines Fersensporns an der linken Achillessehne operiert und muß seinen Start bei den Leichtathletik-EM abschreiben. Nach einer Kernspintomographie sei klar gewesen, daß Unger um den Eingriff nicht herumkommt. „Das hat uns der Radiologe sofort bestätigt, als er die Computerbilder gesehen hat“, sagte sein Trainer Micky Corucle.

          Unger hofft noch auf eine Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Ulm (15./16. Juli). „Der Start bei der DM ist fraglich, wir werden aber keine Spritzen einsetzen“, erklärte der bei Ungers Klub LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg fürs Athletenmanagement zuständige Prof. Hanspeter Sturm. Zu den weiteren Aussichten sagte Sturm: „Bei einer frühzeitigen Heilung wäre ein Start in der kommenden Hallensaison möglich.“

          Schon die EM 2002 verpaßt

          Der Olympia-Siebte, Halleneuropameister und deutsche Rekordhalter (20,20 Sekunden) über 200 Meter vom LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg hatte schon vor vier Jahren die EM in München wegen der gleichen Verletzung verpaßt. Damals stoppte ihn der rechte Fersensporn, jetzt drückt ein Überbein auf die linke Achillessehne. Eine Operation erscheint diesmal jedoch als das kleinere Übel, um nicht auch noch die WM-Saison 2007 zu riskieren. „Ich werde nicht zulassen, daß er wieder gespritzt wird wie vor vier Jahren“, sagte Corucle.

          Die neuerlichen Probleme im Bereich der Achillessehne traten schon Ende April im US-Trainingslager auf. Durch Spritzen hatten sie sich jedoch gebessert, ehe sie in der vergangenen Woche erneut aufkamen. Durch das Handicap wurde er beim Europacup im spanischen Malaga vergangene Woche nur Letzter.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Corona-Lage in Süditalien : Aufrufe zur Revolution

          In Süditalien drohen Menschen mit „Sturm auf die Paläste“. Der Geheimdienst warnt vor sozialen Unruhen. Schon gab es versuchte Plünderungen. Die wirtschaftliche Lage der Region ist wegen Corona fatal.
          Rush Hour in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh am 17. März 2020

          Corona und der Westen : Die zivilisatorische Kränkung

          Geben wir im Überlebenskampf Freiheit und Würde auf? Oder steckt hinter dieser Entgegensetzung derselbe Dünkel, der so viele im Westen davon abhielt, in der Pandemie von Ostasien zu lernen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.