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Langstreckenlauf : Mihambo und Vetter nehmen Istaf als Geschenk

  • Aktualisiert am

Freuen sich auf Berlin: Malaika Mihambo und Johannes Vetter. Bild: dpa

Die Weitsprung-Weltmeisterin und der Rekord-Werfer gehen hoch motiviert das Saisonfinale in Berlin an. Zwei namhafte Läuferinnen werden dagegen auch beim Istaf fehlen.

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          Malaika Mihambo und Johannes Vetter wollen versuchen, zum Abschluss der schwierigen Corona-Saison noch einmal ihre jüngsten Top-Leistungen zu bestätigen. Der Start beim Istaf am Sonntag (15.00 Uhr/ARD) im Berliner Olympiastadion ist für die Weitsprung-Weltmeisterin und den Speerwurf-Rekordmann aber viel mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. „Für uns ist das ein Riesengeschenk, nicht nur für die Athleten, auch für die Zuschauer. Es lohnt sich für uns alle. Da bin ich dankbar, dass ich mich im letzten Wettkampf der Saison nochmal messen darf“, sagte Vetter während einer Pressekonferenz am Freitag.

          Auch Mihambo sieht in der 99. Auflage des Events einen wichtigen Saisonabschluss. „Ich habe keine internationale Wettkämpfe bestritten, deshalb ist es eine Freude, auch vor Zuschauern hier dabei zu sein“, sagte die 26-Jährige. Immerhin 3500 Besucher sind unter einem strengen Hygienekonzept am Sonntag zugelassen.

          Eine Wiederholung ihrer jüngsten, bemerkenswerten Resultate wollten beide allerdings nicht versprechen. „So einen 97-Meter-Wurf schafft man nicht drei Mal die Woche und nicht sechs Mal am Tag. Ich bin mit jeder Leistung um 85 Meter zufrieden“, sagte der 27-Jährige Vetter. In der Vorwoche hatte er in Chorzow (Polen) mit 97,76 Meter die zweitbeste Weite der Geschichte mit dem aktuell zugelassenen Speer geschafft. Mihambo sprang am Dienstag in Dessau trotz verkürzten Anlaufs 7,03 Meter und setzte sich an die Spitze der Weltbestenliste. „Ich weiß, dass ich gut drauf bin, weiß aber auch, dass bei dem Sprung viel gestimmt hat“, sagte Mihambo.

          Klosterhalfen fehlt immer noch

          Langstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen wird dagegen auch in Berlin nicht antreten. „Wir waren in Kontakt. Aber wir waren noch nicht so weit, dass es eine Zu- oder Absage gegeben hätte. Wir haben dann auch gehört, dass sie gar keine Wettkämpfe bestreiten wird“, sagte Meeting-Direktor Martin Seeber.

          Weder Zu- noch Absage beim Istaf: Konstanze Klosterhalfen fehlt in Berlin.
          Weder Zu- noch Absage beim Istaf: Konstanze Klosterhalfen fehlt in Berlin. : Bild: dpa

          Die WM-Dritte über 5000 Meter hat wegen „einer Überlastungsreaktion im Beckenbereich“, so ihr Management im August. Weitere Informationen über ihren Gesundheitszustand gibt es bislang nicht. Die deutsche Rekordhalterin war aus den Vereinigten Staaten, wo sie seit 2018 bei Pete Julian auf dem Nike-Campus in Portland trainiert, nach Europa gereist. Statt wie geplant ihren Saisonstart beim Diamond-League-Meeting in Monaco zu absolvieren, wurde sie dann in Salzburg wegen ihrer Beschwerden behandelt.

          Im Winter hatte Klosterhalfen nur eine verkürzte Hallensaison in Amerika absolviert. Dabei pulverisierte sie in Boston den Europarekord über die in der Halle seltenen gelaufenen 5000 Meter (14:30,79 Minuten). Während der Freiluft-Saison bestritt sie nur vereinzelte Privatrennen in ihrer Wahlheimat.

          Auch Sprinterin Gina Lückenkemper hat ihre Teilnahme abgesagt. Die Nachwirkungen eines Infekts zwingen die EM-Zweite über 100 Meter zu einem Startverzicht. „Das wurmt mich echt, denn das Istaf ist jedes Jahr ein Saisonhighlight für mich, zumal ich ja für den SCC und damit für einen Berliner Verein starte“, sagte die 23-Jährige.

          Der Startverzicht bedeutet für Lückenkemper auch das Ende der ohnehin durch die Corona-Pandemie verkürzten Saison. Nach einer Pause beginnt sie im Oktober die Vorbereitung auf das Olympia-Jahr 2021.

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