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Silvesterläufe in Deutschland : „Das war für mich ein tolles Rennen“

  • Aktualisiert am

„Das war für mich natürlich ein tolles Rennen“: Katharina Steinruck Bild: dpa

Marathon-Spezialistin Katharina Steinruck überrascht beim Silvesterlauf in Trier nicht nur die Titelverteidigerin, sondern auch Gesa Krause. Auch in anderen Städten läuft nicht alles so wie erwartet.

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          Katharina Steinruck (LG Eintracht Frankfurt) und der Belgier Isaac Kimeli haben beim Silvesterlauf in Trier triumphiert. Während die deutsche Marathon-Spezialistin überraschend zu einem der größten Erfolge ihrer Karriere lief, verteidigte der 25 Jahre alte Favorit erfolgreich seinen Titel. Steinruck (30) gewann über die fünf Kilometer in 16:10 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor Titelverteidigerin Elena Burkhard (27/LG Nordschwarzwald). Auf Platz vier folgte mit Gesa Krause (Silvesterlauf Trier e.V.) die WM-Dritte über 3000 Meter Hindernis. Die 27-Jährige kam nach 16:22 Minuten im Ziel.

          „Das war für mich natürlich ein tolles Rennen und gibt mir ein schönes Gefühl Richtung Osaka“, sagte Steinruck mit Blick auf ihren Start beim Osaka-Marathon in vier Wochen. „Aber heute war es ein Fünf-Kilometer-Rennen und in Osaka wird es ein Marathon - das ist natürlich etwas anderes.“ Ein knappes Rennen gab es auch bei den Männern: Der aus Kenia stammende Belgier Kimeli setzte sich über acht Kilometer durch die Altstadt in flotten 22:44 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Amanal Petros (24/TV Wattenscheid) durch, der nach 22:45 im Ziel war und einmal mehr eine überzeugende Leistung bot.

          Hanna Klein und Marcel Fehr (beide SG Schorndorf) gewannen überraschend die 39. Auflage des Bietigheimer Silvesterlaufs. Bei Traumwetter und einer Kulisse von 15.000 Zuschauern entschied ein Sturz von Alina Reh nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke das Rennen. Klein hatte am Ende mit einer Zeit von 36:05 Minuten einen Vorsprung von 61 Sekunden auf Reh. Bei den Männern sicherte sich Fehr nach 32:57 Minuten den Sieg vor Mitku Seboka. Der deutsche Marathon-Rekordhalter Arne Gabius musste sich in 34:01 Min mit Platz sieben zufrieden geben.

          Auf dem Weg zur ersehnten Olympia-Teilnahme stellte  Langstreckenläufer Hendrik Pfeiffer eine gute Frühform unter Beweis. Der 27-Jährige aus Wattenscheid gewann den Internationalen Silvesterlauf von Werl nach Soest über 15 Kilometer in starken 44:28 Minuten. „Meine Zeit überrascht mich, denn ich komme gerade von einer Kreuzfahrt in der Karibik“, sagte Pfeiffer. 2016 hatte sich der Journalistik-Student für den Olympischen Marathon-Lauf qualifiziert, konnte aber verletzungsbedingt nicht in Rio de Janeiro starten.

          Bei den Frauen siegte Pfeiffers Vereinskollegin Laura Hottenrott in 51:01 Minuten und unterbot die bisherige Streckenrekordzeit um 14 Sekunden. Auf Vorjahressiegerin Fabienne Königstein (Mannheim/52:17) hatte sie mehr als eine Minute Vorsprung. Auch die 27-Jährige, die in diesem Jahr von Fersenproblemen geplagt war, hofft auf eine Olympia-Teilnahme in Tokio. Der Lauf von Werl nach Soest ist mit in diesem Jahr 7266 Starterinnen und Startern der größte seine Art in Deutschland. Der Erlös geht an die Stiftung „Gutes Erlaufen“.

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