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Leichtathletik in Doha : Sieg für Spiegelburg

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Überraschungssieg: Silke Spiegelburg gewann in Doha Bild:

Erfolge für die deutschen Athleten bei der Diamond League in Doha: Stabhochspringerin Silke Spiegelburg landete einen Überraschungssieg, Kugelstoßer Ralf Bartels kam auf Platz zwei. Speerwerferin Christina Obergföll verpasste das Podest knapp.

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          Stabhochspringerin Silke Spiegelburg hat beim ersten Diamond-League-Meeting gleich nach den Sternen gegriffen. Die 24-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen landete am Freitagabend in Doha (Katar) als erste deutsche Leichtathletin bei der neuen Premium-Serie mit der Weltjahresbestleistung von 4,70 Metern einen Überraschungssieg und kassierte dafür 10.000 Dollar Prämie.

          Zwei Stunden zuvor hatte auch Kugelstoß-Recke Ralf Bartels einen Platz auf dem Siegerpodest erkämpft. Mit 21,14 Metern musste sich der 32 Jahre alte WM-Dritte aus Neubrandenburg nur Weltmeister Christian Cantwell aus den USA (21,82 Meter/ Jahresweltbestleistung) geschlagen geben.

          „Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Beim Einwerfen waren 20,00 und 20,30 Meter die besten Weiten“, sagte Bartels, der als Zweiter 6000 Dollar einstrich. „Die nehme ich gerne mit.“ Gleich acht Weltjahresbestleistungen krönten die abendliche Gala im Qatar Sports Club, die 10.000 Zuschauer waren begeistert. Spiegelburg behielt die Nerven und gewann souverän vor der Russin Tatjana Polnowa (4,55 Meter). Teamkollegin Kristina Gadschiew aus Zweibrücken landete auf Platz acht (4,30 Meter), die Mainzerin Carolin Hingst wurde Neunte.

          Der schnellste Mann der Welt fehlt

          Speerwerferin Christina Obergföll (Offenburg) verpasste das Podest mit 64,38 Metern nur knapp. „Ich bin nicht traurig über Platz vier“, meinte die Olympia-Dritte. Siegerin Maria Abakumowa (Russland) übertraf ihre Jahresweltmarke mit 68,89 um 58 Zentimeter.
          Mit „Wind-Turbo“ war der Jamaikaner Asafa Powell schon im 100-Meter-Vorlauf vor 10.000 Zuschauern im Qatar Sports Club in 9,75 Sekunden zum Sieg gestürmt. Der frühere Weltrekordler erhielt dabei mit 2,6 m/Sek. allerdings zu viel Anschub-Energie durch den Rückenwind. Im Finale konnte sich der 27-Jährige mit 9,81 Sekunden (+2,3 m/Sek.) vor seinem Landsmann Nesta Carter (9,88) zwar nicht verbessern, mit seinem Saisondebüt aber zufrieden sein. „Ich glaube, ich habe die Leute überrascht und ihnen die Augen geöffnet. Es war ein starker Saisonauftakt für mich“, sagte Powell.

          Der schnellste Mann der Welt fehlte allerdings in Doha: Olympiasieger und Weltmeister Usain Bolt (Jamaika) startet am kommenden Mittwoch bei der World Challenge in Daegu/Südkorea, wo 2011 auch die WM stattfindet. Seine Diamond-League-Premiere gibt der Weltrekordler erst am 23. Mai in Shanghai - über 200 Meter. „Ich hätte ihn hier gerne gesehen, aber jeder Athlet ist frei zu entscheiden. Usain startet bei sieben Diamond-League-Meetings. Überall kann er nicht dabei sein“, sagte Weltverbands-Präsident Lamine Diack.

          Über 800 Meter rannte der Kenianer David Rudisha in ausgezeichneten 1:43,00 Minuten ebenso zur Weltjahresbestzeit wie sein Landsmann Ezekiel Kemboi über 3000 Meter Hindernis: Der Weltmeister setzte sich vor drei Landsleuten in 8:06,28 Minuten durch. In 4:01,63 Minuten lief 1500-Meter-Olympiasiegerin Nancy-Jebet Lagat (Kenia) ebenfalls so schnell wie keine Konkurrentin in der noch jungen Saison. Diskuswerferin Yarelis Barrios hatte sich zuvor als erste Siegerin in die Annalen der Diamond League eingetragen. Die WM-Zweite aus Kuba blieb mit 64,90 Metern aber deutlich unter der bisherigen Saisonbestmarke von Nadine Müller aus Halle/Saale (67,78 Meter).

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