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Leichtathletik-Hallen-EM : Wieder Gold für Bayer

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Zurück im Rampenlicht: Weitspringer Sebastian Bayer Bild: dpa

Weitspringer Bayer wird wieder Hallen-Europameister. Die Kugel-Frauen Schwanitz und Terlecki gewinnen Silber und Bronze. Auch 400-Meter-Läufer Schneider und Stabhochspringer Mohr holen Medaillen für den Deutschen Leichtathletik-Verband.

          Weitspringer Sebastian Bayer ist seiner Freundin Carolin Nytra in die Goldspur gefolgt. Einen Tag nach dem Fotofinish-Coup der Hürdensprinterin verteidigte der 24 Jahre alte Hamburger bei den Hallen-Europameisterschaften in Paris seinen Titel und holte bereits das dritte Gold für das grandiose deutsche EM-Team. „Ich trete nie an, um Zweiter oder Dritter zu werden“ , sagte Bayer, der mit seiner Siegweite von 8,16 Meter nicht einmal ganz zufrieden war. „Ich will immer gewinnen. Jetzt bin ich super glücklich, dass ich meinen Titel verteidigt habe.“

          Silber und Bronze erkämpften am Samstag die starken Kugelstoßerinnen Christina Schwanitz und Josephine Terlecki. Stabhochspringer Malte Mohr katapultierte sich als einziger des hoch gehandelten Münchner Männer-Trios auf das Siegerpodest und freute sich über Bronze. Überraschend sprintete 400-Meter-Läufer Thomas Schneider (Potsdam) auf den zweiten Platz. Die Bilanz für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) konnte sich schon nach dem zweiten Tag der Titelkämpfe sehen lassen: Dreimal Gold, dreimal Silber und zwei Bronzemedaillen. Vor zwei Jahren holten die DLV-Asse in Turin zehn Plaketten - eine goldene ging damals an Bayer für seinen Sensations-Sprung von 8,71 Meter. Diesmal ging der Titel für 55 Zentimeter weniger weg. Bayer gewann vor dem Franzosen Kafétien Gomis (8,03) und dem Dänen Morten Jensen (8,00).

          6,03 Meter - Lavillenie sprang Weltjahresbestleistung

          „Zweiter Platz - das ist phänomenal“, jubelte Schwanitz, „aber ich ärgere mich darüber, dass es nur fünf Zentimeter bis zum ersten Platz sind. Die Freude kommt dann später“, meinte die deutsche Meisterin aus dem sächsischen Thum. Mit 18,65 Meter musste sich Schwanitz nur der Russin Anna Awdejewa (18,70) geschlagen geben. Das gute deutsche Teamresultat machte die Magdeburgerin Terlecki als Dritte (18,09) komplett. Sophie Kleeberg aus Thum wurde mit 17,63 Meter Sechste.

          Silber, Bronze, Eierkuchen: Christina Schwanitz und Josephine Terlecki dürfen feiern

          Vizeweltmeister Mohr tat seine Schuldigkeit und wurde mit 5,71 Metern Dritter. Seine Vereinskollegen Fabian Schulze (Platz 6/5,51) und Tim Lobinger (Achter mit 5,41), mit 38 Jahren der „Oldie“ im deutschen Team, gingen leer aus. Publikumsliebling Renaud Lavillenie verteidigte vor 8000 tobenden Fans im Palais Omnisports mit der Jahresweltbestleistung von 6,03 Meter souverän seinen Titel. Silber holte sein Landsmann Jerome Clavier (5,76).

          2,20 Meter - Spank blieb weit unter den Erwartungen

          Dagegen platzte der Medaillentraum von Hochspringer Raul Spank ziemlich schnell. Der WM-Dritte aus Dresden kam über 2,20 Meter nicht hinaus. Spank wurde so nur Achter und Letzter im Finale, das der russische Favorit Iwan Uchow mit glänzenden 2,38 Meter für sich entschied.

          In den Vorkämpfen konnten am Vormittag nur die deutschen Stabhochspringerinnen überzeugen: Das Trio springt am Sonntag um die Medaillen. Silke Spiegelburg (Leverkusen) und Lisa Ryzih (Ludwigshafen) schafften die Qualifikationshöhe von 4,55 Meter am Samstag auf Anhieb. Kristina Gadschiew (Zweibrücken) brauchte dafür drei Versuche. Zuvor war Christian Blum bereits im 60-Meter-Vorlauf gescheitert. Der deutsche Meister vom TV Wattenscheid kam in enttäuschenden 6,80 Sekunden nur auf Platz 27 im Feld der 35 Sprinter.

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