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Leichtathletik-Hallen-EM : Hürdensprinterin Kirsten Bolm holt Bronze

  • Aktualisiert am

„Die Zeit war egal, Hauptsache eine Medaille”: Kerstin Bolm mit Bronze Bild: dpa

Die erste deutsche Medaille bei der Hallen-EM der Leichtathleten ist unter Dach und Fach. Kerstin Bolm sicherte sich Bronze im Hürdensprint. Derweil bleibt die Schwedin Carolina Klüft die unbestrittene Königin im Mehrkampf.

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          Die Stabhochspringer Björn Otto, Tim Lobinger und Danny Ecker greifen bei den 29. Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten in Birmingham nach den Medaillen, Hürdensprinterin Kirsten Bolm hat Bronze schon in der Tasche. Das Trio der Stabartisten überstand die gefürchtete Qualifikation mit 18 Teilnehmern schadlos.

          Lobinger legte dabei allerdings eine Zitterpartie hin: Er meisterte seine Anfangshöhe von 5,55 Meter erst im dritten Versuch. „Wenn wir eine Medaille holen, haben wir vieles richtig gemacht. Wenn es zwei werden, haben wir alles richtig gemacht“, meinte der Kölner. „Drei wären das i-Tüpfelchen.“

          Carolina Klüft bleibt Königin des Mehrkampfs

          Die Mannheimerin Bolm, bei der EM im August in Göteborg noch Silbermedaillengewinnerin, freute sich über Bronze in der deutschen Jahresbestzeit von 7,97 Sekunden. „Die Zeit war egal, Hauptsache eine Medaille. Das ist eine Belohnung für mich“, sagte sie. Die Schwedin Susanna Kallur verteidigte ihren Titel über 60 Meter Hürden in 7,87 Sekunden, Silber ging an die Russin Alexandra Antonowa. Als Sieger bei den Männern durfte sich der Niederländer Gregory Sedoc (7,63) feiern lassen.

          Unterdessen bleibt die Schwedin Carolina Klüft die beherrschende Mehrkämpferin in der Leichtathletik. Die Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin verteidigte ihren Titel im Fünfkampf mit der Weltjahresbestleistung von 4944 Punkten. Sie siegte allerdings nur knapp vor Kelly Sotherton (Großbritannien/4927) und der Niederländerin Karin Ruckstuhl (4801). Die deutsche Junioren- Meisterin Julia Mächtig aus Neubrandenburg wurde Neunte mit 4414 Zählern.

          „Ein angenehmer Wettkampf. Die Anlage ist super.“

          Den ersten Titel vor 3500 Zuschauern in der National Indoor Arena hatte sich der slowakische Kugelstoßer Mikulas Konopka gesichert. Der 28-Jährige siegte überlegen mit 21,57 Metern. Zweiter wurde der Weißrusse Pawel Lischin (20,82) vor dem Dänen Joachim Olsen (20,55). Konopka war schon zwei Mal U 23-Europameister, von 2002 bis 2004 jedoch wegen Dopings gesperrt. Ein Deutscher war nicht am Start: Freiluft-Europameister Ralf Bartels aus Neubrandenburg hatte verzichtet, Peter Sack (Leipzig) fehlte verletzungsbedingt.

          Die deutschen Stabartisten sind zwei mitfavorisierten Konkurrenten für die Entscheidung am (morgigen) Samstag schon los: Weltmeister Rens Blom aus den Niederlanden scheiterte in der Ausscheidung ebenso wie der Russe Igor Pawlow. Otto setzte sich mit 5,70 Meter an die Spitze des Feldes. „Das war ein angenehmer Wettkampf. Und die Anlage ist super, sehr schnell“, meinte der 29-jährige Favorit vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen, der mit 5,90 die Jahres-Weltbestenliste anführt. Der Leverkusener Ecker begnügte sich mit 5,65 Metern.

          Hoffnungen vor allem auf Läufer Bastian Swillims

          Bei der Hallen-EM 1998 in Valencia hatten die Deutschen alle Medaillen abgeräumt: Lobinger siegte damals vor Michael Stolle und Ecker. Lobinger fiel nach seinem Wackelwettkampf ein Stein vom Herzen: Schließlich war der 34-Jährige bei der Nominierung erst nach heftigen Diskussionen Fabian Schulze (Kornwestheim-Ludwigsburg) vorgezogen worden. Er kann nun zum dritten Mal nach 1998 und 2000 Europameister unterm Dach werden.

          Die Hoffnungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ruhen bei 32 EM-Startern neben den Stabhochspringern vor allem auf 400- Meter-Läufer Bastian Swillims. Der Wattenscheider stürmte als Schnellster der Halbfinals in starken 45,92 Sekunden in den Endlauf. Weitspringerin Bianca Kappler musste etwas bangen: Die Athletin vom LAC Rehlingen sprang erst im dritten Versuch (6,60 Meter) ins Finale.

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