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Leichtathletik : Frauen werfen gegen Männer

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Leichtere Scheibe gegen schwerere: Shanice Craft und Christoph Harting (rechts) Bild: dpa

Eine Weltpremiere beim Berliner Hallen-Leichtathletik-Sportfest: Männer wie Christoph Harting treten im selben Wettbewerb in den Ring wie Diskuswerferinnen. Olympiasieger Harting ist gar nicht so wirklich begeistert.

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          Mit einer Weltpremiere locken die Macher des 6. Indoor-Istaf am 1. Februar 2019 nach Berlin. Zum ersten Mal wird es einen Teamwettbewerb im Diskuswerfen geben, vier Frauen und vier Männer treten in der Mercedes-Benz Arena gegeneinander an.

          „Diskus ist die große Attraktion dieses Meetings und vielleicht die einzige Disziplin, in der ein Teamwettbewerb Sinn macht“, sagte Meeting-Direktor Martin Seeber in Berlin und ergänzte: „Die Fans können sich auf einen tollen Abend freuen.“

          Die deutschen Diskus-Stars Christoph Harting und Shanice Craft haben für das weltweit größte Indoor-Meeting bereits ihre Zusagen gegeben. „So einen Wettkampf hatten wir noch nie. Wir sind eigentlich Individualsportler, da ist es einfach mal schön, in einem Team zu starten“, sagte die EM-Dritte Craft.

          Rio-Olympiasieger Christoph Harting ist nicht so ein großer Fan von Mannschaftswettbewerben. „Wenn es einer aus meiner Mannschaft nicht so gut macht, rege ich mich darüber auf. Das finde ich nicht so cool“, sagte der jüngere Bruder von London-Olympiasieger Robert Harting.

          Besonders erleichtert ist Christoph Harting nicht über die Tatsache, dass Kontrahent und Bruder Robert mit dem Leistungssport aufgehört hat. Das Verhältnis der beiden gilt als schwierig. „Das Bruderduell wurde medial immer überinszeniert“, sagte der jüngere Harting. „Für mich ist es jetzt kein Unterschied, seitdem er weg ist. Es ist immer noch die Herausforderung mit dem eigenen Körper und der eigenen Leistung.“

          Neben den Diskus-Stars werden viele Top-Athleten im Februar in Berlin antreten. Deutschlands beste Sprinterin Gina Lückenkemper hat genauso zugesagt wie die Hürden-Sprinterinnen Pamela Dutkiewicz und Cindy Roleder. Stabhochsprung-Weltrekordler Renaud Lavillenie ist ebenfalls wieder mit von der Partie.

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