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Deutsche bei Leichtathletik-EM : „Fassungslose“ Neele Eckhardt springt zu Bronze

Voll fokussiert: Neele Eckhardt in Torun Bild: AFP

Zum Abschluss der Europameisterschaft in Polen gibt es für das deutsche Team noch eine Überraschung: Dreispringerin Neele Eckhardt schafft es auf das Podest – und verpasst den Titel nur knapp.

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          Dreispringerin Neele Eckhardt war am Schlussabend der Hallen-Europameisterschaft der Leichtathleten in Torun (Polen) an diesem Sonntag so dicht am ersten Titelgewinn eines Mitglieds der deutschen Mannschaft wie niemand sonst. Nur einen Zentimeter blieb die 28-Jährige mit ihrer persönlichen Bestweite von 14,52 Meter hinter die Leistung der Siegerin Patricia Mamona aus Portugal und musste sich der Zweiten, Ana Peleteiro aus Spanien, lediglich durch den Vergleich der zweitbesten Sprünge geschlagen geben (14,34 zu 14,18 Meter).

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Obwohl sie bei vier ihrer sechs Sprünge übertrat, kam sie Platz eins näher als am Samstag Weitsprung-Weltmeisterin Maleika Mihambo – Zweite mit vier Zentimetern Rückstand – und Sprinter Kevin Kranz, der Zweiter wurde mit 13 Hunderstelsekunden Rückstand. Umso bitterer, dass für die Jura-Studentin aus Göttingen bei ihrem ersten internationalen Erfolg seit dem Universiade-Sieg von Taipeh 2017 nur Platz drei blieb.

          Norm für Olympia erfüllt

          „Ich war vielleicht fassungslos“, beschrieb sie die Überraschung, ihre Bestleistung um rund vierzig Zentimeter verbessert zu haben. Sie nahm die Weite im Wettkampf jedenfalls geradezu gleichmütig zur Kenntnis. „Hätte nicht besser laufen können“, urteilte sie hinterher. „Ich bin überglücklich. Vielleicht hätte ich mich geärgert, wenn ich Vierte geworden wäre.“ Wichtiger als Platz drei war ihr, dass sie die Norm für die Olympischen Spiele erfüllt hat.

          Bei den Titelkämpfen ohne Zuschauer in der Halle und ohne Teilnehmer aus Russland holten deutsche Athleten zwei zweite (Mihambo und Kranz) und vier dritte Plätze (Christina Schwanitz im Kugelstoßen, Hanna Klein über 1500 Meter und Max Hess im Dreisprung). Die deutsche Mannschaft habe gut abgeschnitten, resümierte Chef-Bundestrainerin Annett Stein, „man hat aber auch gesehen, dass viel mehr in ihr steckt, als sie hier in Torun in manchen entscheidenden Momenten zeigen konnte“.

          Armand Duplantis, der für Schweden startende Amerikaner, versuchte in drei Versuchen seinen Weltrekord im Stabhochsprung um einen Zentimeter auf 6,19 Meter zu steigern. Den Titel gewann er mit 6,05 Meter. Der 20 Jahre alte Norweger Jakob Ingebrigtsen, jüngster Spross einer Lauf-Dynastie und Europameister über 1500 und 5000 Meter von Berlin 2018, gewann wie über 1500 Meter (3:37.56) am Sonntag auch über 3000 Meter (7:48,20 Minuten).

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