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Leichtathletik-EM : Gierischs größte Sprünge

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Das pure Glück: Kristin Gierisch gewinnt Gold Bild: dpa

Kristin Gierisch gewinnt bei der Hallen-EM der Leichtathleten Gold im Dreisprung. Stabhochspringerin Lisa Ryzih holt ebenso Silber wie Konstanze Klosterhalfen über 1500 Meter.

          Dreispringerin Kristin Gierisch jubelte ausgelassen über Gold, Stabhochspringerin Lisa Ryzih und Mittelstrecken-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen holten Silber - und Kugelstoß-Routinier David Storl konnte auch mit Bronze ganz gut leben. Die deutschen Leichtathletik-Asse haben am zweiten Tag der Hallen-EM in Belgrad mit vier Medaillen kräftig abgesahnt. Bereits vor den elf Entscheidungen am Sonntag hat das 43-köpfige deutsche Team sechs Medaillen gesammelt - jeweils zwei aus Gold, Silber und Bronze.

          Kristin Gierisch gewann den Titel am Samstag mit 14,37 Metern. Bei ihrer gelungenen Kombination aus „Hopp, Step und Jump“ verpasste sie den deutschen Hallenrekord nur um zehn Zentimeter. „Ich kann das noch gar nicht glauben, das ist noch ein Traum für mich“, sagte die 26-Jährige aus Chemnitz: „Ich habe bis zum Schluss gezittert.“ Silber sicherte sich die Portugiesin Patricia Mamona mit 14,32 Metern vor der Griechin Paraskevi Papahristou (14,24). Die Dresdenerin Jenny Elbe, die in der Qualifikation noch mit persönlicher Bestleistung von 14,27 Meter überzeugt hatte, wurde mit 14,12 Metern Sechste.

          Klosterhalfen mit Bestzeit zu Silber

          Im 1500-Meter-Lauf rannte die erst 20 Jahre alte Konstanze Klosterhalfen mit persönlicher Bestzeit zur Silbermedaille. In 4:04,45 Minuten musste sich die junge Leverkusenerin nur der favorisierten Britin Laura Muir (4:02,39) geschlagen geben. Dritte wurde die Polin Sofia Ennaoui (4:06,59). Die Sportjournalismus-Studentin Klosterhalfen gilt als größtes deutsches Mittelstreckentalent; sie war im Vorjahr auch im Freien deutsche 1500-Meter-Meisterin geworden.

          Laufen zu Gold und Silber: Laura Muir und Konstanze Klosterhalfen (r.) Bilderstrecke

          Ryzih gewinnt Silber im Stabhochsprung

          Stabhochspringerin Ryzih hat nun auch unterm Hallendach EM-Silber gewonnen. Die 28-Jährige aus Ludwigshafen meisterte 4,75 Meter und musste sich am Ende nur der Olympiasiegerin Ekaterini Stefanidi aus Griechenland geschlagen geben, die zehn Zentimeter höher sprang. Bronze teilten sich die Schwedin Angelica Bengtsson und Maryna Kylypko aus der Ukraine mit jeweils 4,55 Metern. Ryzih hatte im Vorjahr auch bei der Freiluft-EM in Amsterdam Silber gewonnen.

          Storl holt diesmal Bronze

          Kugelstoß-Europameister David Storl hat die angestrebte Titelverteidigung bei der Hallen-EM klar verpasst. Mit 21,30 Metern wurde der 26-Jährige vom SC DHfK Leipzig am Samstagabend Dritter. „Ich bin erst mal zufrieden mit dem Saisonverlauf, naja, das ging aber alles noch ein bisschen schwerfällig. Die Technik ist noch nicht ganz auf der Höhe“, sagte der 26-Jährige aus Leipzig. „Wieder über 21 Meter - das ist ein weiterer Schritt zur Weltmeisterschaft im Sommer.“ Gold sicherte sich der Pole Konrad Bukowiecki. Der erst 19 Jahre alte zweimalige Junioren-Weltmeister trumpfte im Finale mit der Jahresweltbestweite von 21,97 Metern auf. EM-Silber gewann der Tscheche Tomas Stanek (21,43 Meter).

          Sprint-König wurde wieder Richard Kilty. Der Brite verteidigte seinen EM-Titel von 2015: Im letzten Samstag-Finale über 60 Meter setzte sich Kilty in 6,54 Sekunden vor dem Slowaken Jan Volko (6,58) durch. Für einen Höhepunkt sorgte die litauische Hochspringerin Airine Palsyte: sie gewann mit der Hallen-Jahresweltbestleistung von 2,01 Metern.

          Das erste Gold für Deutschland hatte am Vorabend Hürdensprinterin Cindy Roleder vom SV Halle geholt.

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