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Leichtathletik-EM : Das blau-gelb-blonde Sportfest

Party in blau-gelb-blond Bild: AP

Trotz des nordischen Wetters war die Leichtathletik-EM in Göteborg eine stimmungsvolle Sommerparty. Auffallend waren vor allem die vielen blonden Athletinnen in blau-gelb. Die FAZ.NET-Bildergalerie.

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          Trotz des nordischen Wetters war die Leichtathletik-EM in Göteborg eine stimmungsvolle Sommerparty. Die Gastgeber werden in guter Erinnerung bleiben, auch wenn mancher Beobachter dem schwedischen Publikum vorwarf, es habe bei der Unterstützung der Athleten zu oft die blau-gelbe Brille getragen.

          Wir sahen die Spiele hauptsächlich mit der blau-gelb-blonden Brille, denn aufgefallen sind vor allem die blonden Athletinnen in blau-gelb, die dem klassischen Schwedinnen-Bild ziemlich genau entsprachen - und nicht zuletzt auch hervorragenden Sport geboten haben.

          Vom Programmverkäufer zum Hauptdarsteller

          Allen voran Carolina Klüft. Die „Schwedin des Jahres“ gewann mit großer Geste den Siebenkampf und wieder ein paar Fan-Herzen dazu. Und Susanne Kallur, die Sprinterin mit der Popstar-Attitude, holte vor der Deutschen Kirsten Bolm Gold über 100 Meter Hürden.

          Party in blau-gelb-blond Bilderstrecke

          Doch wir wollen auch die schwedischen Männer nicht vernachlässigen. Zum Beispiel Christian Olsson. Bei der WM 1995 in Göteborg hatte der Göteborger noch auf der Tribüne des Ullevi-Stadions Programmhefte verteilt. Jetzt holte er mit europäischer Jahresbestleistung von 17,67 Metern Gold im Dreisprung: „Hier zu gewinnen, ist wie ein Traum.“

          Der Sprinter Johan Wissman lief zu Silber über 200 Meter, nur geschlagen vom Portugiesen Francis Obikwelu. Und der „alte Schwede“ Stefan Holm gewann immerhin Bronze im Hochsprung vor seinem jungen Kollegen Linus Thornblad.

          Letzter und trotzdem Sieger

          Allerdings gingen nicht alle blau-gelben Träume in Erfüllung. So gewann die „Hochsprung-Kaiserin“ Kajsa Bergqvist nur Bronze statt Gold, und ihre „Kronprinzessin“ Emma Green wurde nach WM-Bronze 2005 diesmal nur Elfte.

          Pech hatte Stabhochsprung-Favorit Alhaji Jeng, der sich beim Einspringen zum Finale verletzte und nicht mehr antreten konnte. Kampfgeist zeigte dagegen Nicklas Wiberg. Der 21jährige gewann zur Freude des Ullevi-Publikums den 1500-Meter-Lauf der Zehnkämpfer - und wurde dennoch in der Endabrechnung Letzter, da ihm im Diskuswerfen drei Nullnummern unterlaufen waren.

          Die FAZ.NET-Bildergalerie zu den blau-gelb-blonden Leichtathletik-Spielen.

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