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Leichtathletik-Diamond-League : Amerikanischer Abend in Paris

  • Aktualisiert am

Kompakt in der Luft: 18-Meter-Dreispringer Will Claye Bild: AFP

Dreispringer Claye überfliegt 18 Meter, Stabhochspringer Kendricks meistert glatt sechs Meter. Sprinter Lyles dominiert die 200 Meter. Und auch ein kanadischer Rekord begeistert.

          Der Amerikaner Will Claye hat beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Paris mit 18,06 Meter einmal mehr seine große Klasse im Dreisprungs bewiesen. Bereits Ende Juni war dem 28 Jahre alten Hallenweltmeister ein Satz auf 18,14 Meter gelungen, damit ist er drittbester Dreispringer der Geschichte.

          Den Weltrekord von 18,29 Meter aus dem Jahr 1995 hält nach wie vor der Brite Jonathan Edwards. Weiter als Claye sprang zudem nur noch der zweimalige Olympiasieger und dreimalige Weltmeister Christian Taylor (USA), der 2015 in Peking auf 18,21 Meter flog und nun in Paris mit 17,82 Meter Platz zwei belegte.

          Ebenfalls in starker Verfassung präsentierte sich Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks (USA). Mit einem Sprung über 6,00 Meter setzte er ein Ausrufezeichen in Richtung WM in Doha/Qatar (27. September bis 6. Oktober). Das Stabhochspringen der Frauen gewann vor der griechischen Olympiasiegerin Katerina Stefanidi (4,75) und der amerikanischen Fünf-Meter-Springerin Sandi Morris (beide 4,75) überraschend die Kanadierin Alysha Newman, die mit 4,82 Meter einen Landesrekord aufstellte.

          Für internationale Top-Ergebnisse sorgten zudem der amerikanische Sprinter Noah Lyles mit 19,65 Sekunden über 200 Meter und Kugelstoß-Weltmeister Tomas Walsh aus Neuseeland, der auf 22,44 Meter kam. Aus deutscher Sicht blieben die großen Erfolge aus. Jeweils den vierten Platz gab es für Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko (Leverkusen/2,26 Meter) und Diskuswerferin Kerstin Pudenz (Potsdam/64,37).

          Kanadischer Rekord: Alysha Newman

          Mit den beiden Finals in Zürich (29. August) und Brüssel (6. September), bei denen die punktbesten Athleten um ein Gesamt-Preisgeld von 3,2 Millionen Dollar kämpfen, endet in den kommenden Wochen die Diamond-League-Serie. Die Gesamtsieger in den 32 Disziplinen kassieren jeweils 50.000 Dollar und eine Wildcard für die WM in Doha. Insgesamt 13 deutsche Leichtathleten haben sich nach den zwölf Meetings dafür qualifiziert.

          Beste Chancen auf den Jackpot hat aus deutscher Sicht Weitspringerin Malaika Mihambo. Die Europameisterin von der LG Kurpfalz geht als Weltjahresbeste mit starken 7,16 Metern ins Brüsseler Finale. Gleich zwei Starts plant Konstanze Klosterhalfen, die sich sowohl über 1500 Meter (Zürich) als auch über 5000 Meter (Brüssel) qualifiziert hat. Zu dritt gehen die deutschen Speerwerfer das Finale an: Neben Vorjahressieger Andreas Hofmann sind für Zürich auch Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler und Weltmeister Johannes Vetter qualifiziert.

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