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Leichtathletik-Diamond-League : Wenig deutscher Glanz in Stockholm

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Alina Reh läuft an vorletzter Stelle und verbessert doch ihre 5000-Meter-Bestleistung Bild: EPA

Die deutschen Leichtathleten um Diskus-Olympiasieger Christoph Harting können bei der Diamond League in Stockholm nicht überzeugen. Einen Lichtblick bietet Läuferin Alina Reh.

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          Die Ulmer Läuferin Alina Reh hat am Donnerstag beim Diamond-League-Meeting in Stockholm ihre Bestleistung über 5000 Meter um knapp sechs Sekunden auf 15:04,19 Minuten verbessert. Sie verbesserte sich damit auf Rang sechs der deutschen Bestenliste, die seit 1999 von Irina Mikitenko (14:42,04) angeführt wird. Schnellste aktive Deutsche ist Konstanze Klosterhalfen, die im Mai 2017 eine Zeit von 14:51,38 lief. Rehs bisher schnellste Zeit über fünf Kilometer hatte sie im Halbfinale der Weltmeisterschaften 2017 in London in 15:10,01 Minuten aufgestellt. Die Norm für die WM Ende September in Doha/Katar hatte Reh bereits bei der Laufnacht in Karlsruhe mit 15:12,96 Minuten unterboten. Den Sieg sicherte sich Agnes Jebet Tirop aus Kenia in 15:50,82 Minuten vor der Äthiopierin Fantu Worku (14:51,31). Reh wurde Eflte.

          Diskus-Olympiasieger Christoph Harting ist derweil noch weit von seiner Bestform entfernt. Der Berliner warf im zwölf Grad Celsius kühlen Olympiastadion nur 62,88 Meter und wurde Sechster. Seine bisher beste Leistung hatte er zum Auftakt dieser Leichtathletik-Premiumserie in Doha/Qatar mit 64,49 Metern gezeigt. Dagegen hat der Schwede Daniel Stahl die großen Würfe schon drauf: Mit 69,57 Meter gelang ihm sein zweiter Diamond-League-Erfolg.

          Enttäuschend war der Auftritt der EM-Dritten Marie-Laurence Jungfleisch. Die Stuttgarterin kam nicht über 1,78 Meter im Hochsprung hinaus und wurde Siebte. Die zweimalige Weltmeisterin Maria Lasitskene (Neutrale Athletin) gewann mit 1,92 Metern. Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) schaffte ebenfalls enttäuschende 5,36 Meter. Er wurde beim Sieg des Amerikaners Sam Kendricks (5,72) Fünfter.

          Weiterhin nicht in Form: Christoph Harting

          Gut in Form präsentierte sich dagegen die EM-Dritte Cindy Roleder (SV Halle) über 100 m Hürden. Sie erreichte in 12,94 Sekunden Platz vier und konnte immerhin Europameisterin Elvira Herman (Weißrussland/12,94) im Foto-Finish hinter sich lassen. Weltmeister Kendra Harrison (USA) kam in 12,52 Sekunden als Erste ins Ziel. Über 200 Meter rannte die Britin Dina Asher-Smith in 22,18 Sekunden die schnellste Zeit in diesem Jahr. Zum Abschluss des Meetings siegte auch der Kenianer Rhonex Kipruto über 10.000 Meter in der Jahresweltbestzeit von 26:50,16 Sekunden.

          Das erste 800-Meter-Rennen der Diamond League nach der Einführung der neuen Testosteron-Regel des Weltverbandes IAAF gewann die Amerikanerin Ajee Wilson (2:00,87). Die zweimalige Olympiasiegerin Caster Semenya, die vor dem Schweizer Bundesgericht gegen die Regel Einspruch eingelegt hat, war nicht am Start. Die Südafrikanerin will am 11. Juni bei einem Meeting in Paris über die ungewohnte 2000-m-Distanz laufen, für diese Strecke muss sie ihren Testosteronwert nicht künstlich senken.

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