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Leichtathletik : Deutsches Team ist EM-Zweiter

  • -Aktualisiert am

Sinnbild der Team-EM: Der russische Hürdensprinter Sergey Shubenkov vor dem Deutschen Erik Balnuweit Bild: dpa

Sieben Einzelsiege für die deutschen Leichtathleten. Aber die Individualsportler überzeugen auch als Team: Bei der Team-EM in Gateshead landen sie knapp hinter Russland auf Rang zwei.

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          „Der Einzelne ist nicht so wichtig wie das Gesamte“, sagte der neue Kapitän Robert Harting, nachdem er am Sonntag bei der Team-Europameisterschaft der Leichtathleten das Diskuswerfen gewonnen hatte. Er sei vor allem froh, dass Bestmögliche für die Mannschaft beigesteuert zu haben - und das waren zwölf Punkte.
          Beim Team-Wettbewerb konkurrierten zwölf Nationen, die in jeder Disziplin je einen Athleten stellten. Der jeweilige Sieger erhielt zwölf Punkte, der Zweite elf, der Zwölfte noch einen.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Die deutsche Mannschaft erwies sich in diesem Format als gut aufgestellt. Harting und Co. trotzten im nordenglischen Gateshead stürmischem Wind und heftigen Schauern. Sie sammelten 347,5 Punkte und wurden knapp geschlagen Zweite hinter Titelverteidiger Russland (354,5), deutlich vor Gastgeber Großbritannien (338).

          Silvio Schirrmeister hatte dabei die Richtung vorgegeben, indem er das Rennen über 400 Meter Hürden gewann: „Es war ein perfekter Auftakt für unsere Mannschaft“, meinte er zufrieden. „Germany: twelve Points“ hieß es auch für Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, Speerwerferin Christina Obergföll, die Kugelstoßer Christina Schwanitz und David Storl sowie Hammerwerferin Betty Heidler, die ein Gesamtlob ausstellte: „Nicht nur ich alleine bin gut, sondern wir alle als Team.“

          Insgesamt 17 Top-Drei-Platzierungen standen am Ende für deutsche Athleten zu Buche. Jeweils elf Zähler steuerten die beiden Sprintstaffeln zu; auch Diskuswerferin Julia Fischer, Hammerwerfer Markus Esser und Speerwerfer Thomas Röhler wurden Zweite.
          Der frühere Oberkritiker Harting, der in seiner neuen Rolle als Moderator zwischen Athleten und Verband auftritt, sich aber als „Mädchen für alles“ bezeichnet, äußerte sich hochzufrieden. „Es ist für unsere Sportart wichtig, dass wir vorne mit dabei sind.“ Zumal die Team-EM im kommenden Jahr ein Heimspiel wird: 2014 ist Braunschweig Ausrichter.

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