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Intersexuelle Läuferin Semenya : Halbe Runde statt zwei

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Intersexuelle Läuferin Caster Semenya: Auf der Suche nach Wettkampf auf hohem Niveau. Bild: AFP

Auf der Suche nach Wettkampf auf höchsten Level will 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya auf die 200-Meter-Distanz ausweichen. Über ihre Hausstrecke darf sie nicht mehr starten.

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          Die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya will für einen Start bei den Olympischen Sommerspielen auf die 200-Meter-Strecke wechseln. Die 29 Jahre alte Südafrikanerin darf nicht an Wettbewerben über 400 Meter bis zu einer Meile starten, sofern sie ihren genetisch bedingten erhöhten Testosteronspiegel durch Hormoneinnahme nicht senkt. Das lehnt Semenya strikt ab.

          Ende Juli 2019 hatte das Schweizer Bundesgericht eine umstrittene Regel des Internationalen Leichtathletikverbandes IAAF zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen wieder zugelassen. Für die IAAF gehört Semenya zu den „biologisch männlichen Athleten mit weiblichen Geschlechtsidentitäten“.

          Die Entscheidung, einen Olympia-Start über 200 Meter anzustreben, resultiere aus ihrem Wunsch „nach Wettstreit auf dem höchsten Level des Sports“, schrieb sie am Freitag bei Instagram. Semenya muss ihre persönliche Bestzeit über 200 Meter um rund 1,5 Sekunden verbessern, um sich für die Spiele in Tokio qualifizieren zu können. Ihre Bestmarke liegt bei 24,26 Sekunden, die Olympia-Norm bei 22,80 Sekunden.

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