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Leichtathletik-Rekordaufgebot : EM-Abschiedsparty für Harting

  • Aktualisiert am

Robert Harting darf bei der Leichtathletik-EM in Berlin starten. Bild: dpa

Bühne frei für den letzten großen Auftritt von Robert Harting. Der DLV nominiert den Olympiasieger für die Heim-Europameisterschaften in Berlin. Mit 128 Athleten ist es das größte deutsche Aufgebot der EM-Geschichte.

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          Die Abschiedsvorstellung von Diskus-Ausnahmewerfer Robert Harting kann bei den Europameisterschaften in Berlin über die Bühne gehen. Der 33 Jahre alte Olympiasieger von 2012 gehört zum deutschen Aufgebot für die EM vom 6. bis 12. August, teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband am Mittwoch mit. Der DLV schickt 128 Athleten (66 Männer/62 Frauen) und damit das größte deutsche Aufgebot in der EM-Geschichte an den Start.

          „Leute, nun es ist offiziell!!! Ich darf bei der EM in Berlin meine internationale Karriere abschließen! Dort wo alles angefangen hat, wird es nun auch wirklich enden“, schrieb Harting bei Instagram: „Ich freue mich unglaublich darauf! Mein Körper macht es mir nicht leicht, aber ich werde noch einmal alles geben! Für euch, meine Familie und alle, die mich unterstützt haben und es immer noch tun!“ Der leitende Direktor Sport des Verbandes, Idriss Gonschinska, sagte: „Wir haben nicht nur ein sehr großes, sondern aus meiner Sicht auch ein sehr ambitioniertes Team, das um jeden einzelnen Zentimeter kämpfen und die Zuschauer bei der EM begeistern wird.“

          Mit Robert Harting werden sein Bruder Christoph und der Olympia-Dritte Daniel Jasinski am 8. August um den Diskus-Titel kämpfen. Das Nachsehen hatte der Magdeburger Martin Wierig, der in der EM-Qualifikation mit 66,98 Meter die zweitbeste Weite erzielt hatte. Den Ausschlag für Robert Harting gab, dass er bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg vor Wierig Dritter wurde.

          „Es wird ein großer Augenblick sein“

          „Wenn er seinen letzten Wurf gemacht hat, wird es ein großer bewegender Augenblick für Robert und die Zuschauer sein“, erwartet Clemens Prokop, Präsident des Berliner Organisationskomitees. Der Europameister von 2012 und 2014 selbst hofft „mit Frische und Dynamik“ am Karriereende noch einmal 66,5 Meter werfen zu können. Favorit auf den Titel ist aber sein Bruder Christoph, der Olympiasieger von 2016.

          Bei der EM vor zwei Jahren in Amsterdam belegten die deutschen Asse mit 16 Plaketten (5 Gold/4 Silber/7 Bronze) im Medaillenspiegel Platz zwei hinter Polen. Die fünf Titelverteidiger des DLV, Max Heß (Dreisprung, David Storl und Christina Schwanitz (beide Kugelstoßen) sowie Cindy Roleder (Hürdensprint) und Gesa Felicitas Krause (Hindernislauf), gehören zum EM-Aufgebot.

          Sorgen bereiten drei Topathleten: Schwanitz erlitt bei einem Autounfall ein Schleudertrauma und einen großen Schreck. Dreispringer Heß musste bei den deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende wegen muskulärer Problemen aussteigen, und der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe verzichtete kurzfristig auf den Start in Nürnberg. „Ich hoffe, dass die Spitzenathleten nicht ausfallen. Sie können wir nicht ersetzen“, sagte Gonschinska.

          Zu den weiteren Medaillenkandidaten zählen auch Pamela Dutkiewicz (Hürdensprint), Gina Lückenkemper (100 Meter), das Speerwurf-Trio mit Olympiasieger Thomas Röhler, Weltmeister Johannes Vetter und Andreas Hofmann sowie die Mehrkämpfer Kai Kazmirek und Carolin Schäfer. Chancen auf einen der ersten drei Plätze haben auch die Langstreckenläufer Richard Ringer und Konstanze Klosterhalfen. Den letzte Schliff vor der EM holen sich die EM-Athleten im olympischen Trainingszentrum Kienbaum vor den Toren Berlins.

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