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Belästigungen und Rassismus : Kritik an Strafe für NBA-Teambesitzer Sarver

  • Aktualisiert am

Am Pranger: Suns-Eigner Robert Sarver Bild: AP

Die NBA sperrt Teambesitzer Robert Sarver wegen seines ungebührlichen Verhaltens für ein Jahr. Spielern und Verantwortlichen geht das nicht weit genug. Auch Superstar LeBron James meldet sich zu Wort.

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          Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des NBA-Teams Phoenix Suns, Jahm Najafi, hat Teambesitzer Robert Sarver zum Rücktritt aufgefordert. Weil Sarver über Jahre rassistische und sexistische Kommentare abgegeben sowie Mitarbeiter des Basketball-Teams unprofessionell behandelt hatte, war er von der National Basketball Association am Dienstag für ein Jahr gesperrt und zu einer Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen US-Dollar (zehn Millionen Euro) verdonnert worden.

          Diese Bestrafung empfinden viele Spieler in der Liga als zu mild. Auch NBA-Superstar LeBron James beschwerte sich öffentlich. Najafi schrieb in einem offen Brief am Donnerstag, er könne sich nicht zurücklehnen und zulassen, dass Kinder und zukünftige Fan-Generationen auf den Gedanken kämen, das Verhalten Sarvers werde wegen seines Reichtums und seiner Privilegien toleriert.

          NBA-Chef verteidigt Strafe

          „Also, und in Einklang mit meiner Verpflichtung dabei zu helfen, jede Form von Rassismus, Sexismus und Vorurteilen auszulöschen, fordere ich, als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Phoenix Suns, Robert Sarver zum Rücktritt auf“, schrieb Najafi.

          NBA-Chef Adam Silver hatte die Strafe für Sarver am Mittwoch als hart, aber angemessen bezeichnet und darauf verwiesen, dass er mehr wisse über die Ergebnisse der Untersuchung als die breite Öffentlichkeit.

          Zudem betonte er, dass es in den USA verfassungsrechtlich hohe Hürden dafür gebe, jemandem Eigentum zu nehmen – und Sarver, der neben den Suns auch das WNBA-Team Phoenix Mercury besitze, sei nun mal kein Angestellter oder Geschäftsführer.

          Superstar LeBron James meldete sich auf Twitter zu Wort und kritisierte die Strafe für Sarver. „Es gibt keinen Platz in unserer Liga für ein solches Verhalten“, schrieb James. „Es macht keinen Unterschied, ob du für ein Team spielst oder es besitzt.“

          Sarver hatte die Suns 2004 für 401 Millionen Dollar erworben. Die Franchise ist heute geschätzt 1,55 Milliarden Dollar wert.

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