https://www.faz.net/-gtl-a7g5s

Kuriosum in der NBA : LeBron James und eine ziemlich verrückte Wette

  • Aktualisiert am

Nach dem Treffer kennt der Jubel um LeBron James keine Grenzen. Bild: dpa

Der Star der Lakers ist in der NBA immer für eine spektakuläre Aktion gut. Nun ist die Begeisterung groß über einen Wurf von LeBron James. Dabei spielt auch Dennis Schröder eine wichtige Rolle – und ein „Benjamin“.

          2 Min.

          Dennis Schröder hat während eines NBA-Spiels eine 100-Dollar-Wette verloren – und ist dennoch wie der Rest der Los Angeles Lakers völlig ausgeflippt vor Begeisterung. Unmittelbar vor dem besten deutschen Basketball-Profi drehte sich LeBron James am Dienstag (Ortszeit) im Duell mit den Houston Rockets schon weg, bevor sein Wurf von der Drei-Punkte-Linie überhaupt auch nur in der Nähe des Korbes war – und ließ sich von seinen jubelnden Mitspielern nach dem versenkten Ball feiern.

          „Er hat gesagt: Wetten, den machst du nicht. Um eine Wette offiziell zu machen, musst du einem Mann die Hand geben oder ihm in die Augen schauen. Also habe ich mich umgedreht und ihm in die Augen gesehen“, erzählte James nach dem 117:100 gegen die Rockets. „Das ist legendär“, kommentierte Schröder die Aktion aus der ersten Halbzeit. „Das war ein höllisch guter Wurf.“ Er habe James gesagt, er setze „einen Benjamin“ – umgangssprachlich ist damit die 100-Dollar-Banknote mit dem Bild von Benjamin Franklin gemeint.

          Für die Lakers war der zweite Erfolg in Serie gegen die Rockets um James Harden zugleich auch der sechste Auswärtssieg in Serie. Ohne Niederlage nach sechs Partien in fremden Hallen war der Meister zu diesem Zeitpunkt nach Angaben von amerikanischen Medien zuletzt vor 35 Jahren.

          Schröder sieht die Lakers unterdessen noch nicht bei voller Stärke angelangt. „Momentan sind wir vielleicht bei 70 bis 75 Prozent unseres Leistungsvermögens. Da ist noch sehr viel Luft nach oben“, sagte der Spielmacher der Kalifornier der „Sport Bild“. Das Interview, das am Mittwoch erschien, wurde vor dem Spiel geführt. Alle im Team, das die Western Conference derzeit mit neun Siegen und drei Niederlagen anführt, seien „noch nicht zufrieden“, so der 27-Jährige. Auch er persönlich sei „noch nicht da, wo ich sein will.“

          Schröder war vor der Saison von den Oklahoma City Thunder zu den Lakers gewechselt und wusste zuletzt gemeinsam mit den Stars LeBron James und Anthony Davis als Starter zu überzeugen. Bislang kam er in den zwölf Partien durchschnittlich auf 14,3 Punkte. Viel wichtiger ist ihm aber der Gewinn seines ersten Meisterrings am Ende der Spielzeit. „Das ist ein Traum, den ich mir erfüllen möchte. Mit unserem Team ist das auch möglich. Aber wir müssen sehr viel Arbeit reinstecken“, sagte er.

          Im Sommer läuft Schröders Vertrag aus. Wo es dann für ihn hingeht, ist noch nicht geklärt. Er selbst hat Gefallen an Los Angeles gefunden. „Ich kann mir sehr gut eine langfristige Zukunft bei den Lakers vorstellen. Das ist ein toller Klub, wir haben eine starke Mannschaft. Es würde mich sehr freuen, wenn ich lange bleibe. Aber es muss fair sein für beide Seiten.“ Sein aktueller Kontrakt beschert ihm 15,5 Millionen US-Dollar im letzten Vertragsjahr.

          Weitere Themen

          Eiskalter Abschied für Djokovic

          Start der Australian Open : Eiskalter Abschied für Djokovic

          Ungerührt reagiert der australische Tennisverband auf die Abschiebung der Galionsfigur für die Australian Open. Der Ausschluss des Serben eröffnet neue Chancen – ganz besonders für Alexander Zverev.

          Topmeldungen

          Noch nicht aufgearbeitet: Akten eines Erholungsheims für Kinder auf der Nordseeinsel Borkum

          Studie zu Verschickungskindern : Torturen statt Erholung

          Nordrhein-Westfalen legt eine Kurzstudie zum Schicksal der Verschickungskinder vor. Gesundheitsminister Laumann kündigt gegenüber der F.A.Z. an, bald einen Runden Tisch einzurichten.
          Eine Mutter entnimmt bei ihrem Kind einen Lollitest-Abstrich am Eingang zu einer Münchner Kita.

          Corona-Pandemie : Vierte Rekord-Inzidenz in Folge

          Das RKI meldet 34.145 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 528,2. Die Zahl der Klinik-Patienten steigt erstmals wieder. Kanzler Scholz freut sich über eine erreichte Impfmarke, aber ein anderes Ziel dürfte verfehlt werden.
          Laut Bundesnetzagentur haben im vergangenen Jahr 35 Stromanbieter ihren Kunden gekündigt, vor allem kleinere Unternehmen.

          Hohe Energiepreise : Was tun, wenn der Stromanbieter kündigt?

          Stromversorger haben zuletzt hunderttausenden Kunden den Vertrag gekündigt. Was Betroffene jetzt tun können und warum manche Unternehmen ihre Kunden loswerden wollen. Die wichtigsten Antworten.