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Laver Cup : Zverev im Fokus

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New balls, please: Alexander Zverev (r.) und Daniil Medwedew treten für Team Europe an Bild: AFP

Wie der Ryder Cup im Golf, so der Laver Cup im Tennis: Eine europäische Auswahl trifft auf eine Weltauswahl, jeweils angeführt von einem Kapitän. Zverev und das Team Europa wollen den Titel verteidigen.

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          Der Laver Cup in Boston wird für die Tenniswelt ein erster Blick in eine nicht mehr all zu ferne Zukunft. Mehr als ein Jahrzehnt lang haben Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic die Szenerie bestimmt, die Titel bei den vier Grand-Slam-Turnieren mit ganz wenigen Ausnahmen unter sich aufgeteilt. Doch die drei Musketiere des Tenniskosmos sind inzwischen in die Jahre gekommen und fehlen beim Showevent an der Ostküste der USA.

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          Federer und Nadal kämpfen nach Operationen in der Reha jeweils um ihre womöglich letzte Rückkehr, Djokovic ist nach seinen bitteren Niederlagen bei Olympia gegen Alexander Zverev und bei den US Open gegen den Russen Daniil Medwedew und dem damit geplatzten Traum vom Golden Slam auf Grund von Erschöpfung nicht dabei.

          Favoritenrolle für Team Europa

          Und so ist das Duell zwischen dem Team Europa und dem Team Welt an diesem Wochenende auch ein erster Gradmesser dafür, ob die nächste Generation um Zverev und seine Konkurrenten ebenfalls in der Lage sind, die Fans zu begeistern, wie es Federer, Nadal und Djokovic über viele Jahre getan haben.

          Gespielt wird von Freitag bis Sonntag (jeweils ab 19.00 Uhr live bei Eurosport) jeweils drei Einzel und ein Doppel, jeden Tag gibt es für die Siege mehr Punkte. Und wie schon bei den ersten drei Vergleichen des Einladungsturniers, das im vergangenen Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen war, liegt auch diesmal die Favoritenrolle klar beim Team Europa samt Kapitän Björn Borg.

          Eine gewichtige Rolle innerhalb des europäischen Teams wird Zverev zukommen. Die deutsche Nummer eins wartet zwar nach wie vor auf seinen ersten Titel bei einem der vier Grand-Slam-Turniere, nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gehört der 24-Jährige aber endgültig zur Elite des Tennissports.

          „Das ist einfach der beste Zverev, den ich bis jetzt gesehen habe“, sagte Boris Becker im Podcast „Das Gelbe vom Ball“ von Eurosport, nach Zverevs Halbfinalaus bei den US-Open in fünf Sätzen gegen Djokovic. „Wenn er einfach so weitermacht, dann ist er für mich der nächste aus der jungen Garde, der an der Reihe ist, ein Grand Slam zu gewinnen.“

          Bei der letzten Ausgabe des Laver Cups im Jahr 2019 konnte die europäische Auswahl jubeln.
          Bei der letzten Ausgabe des Laver Cups im Jahr 2019 konnte die europäische Auswahl jubeln. : Bild: Picture-Alliance

          Zverev selbst gibt sich vor dem Start des Laver-Cups ehrgeizig: „Wir alle sind hier, um zu gewinnen“, sagte der 24 Jahre alte Hamburger, der bei den bisherigen drei Ausgaben des an den Ryder Cup der Golfer angelehnten Teamwettkampfs die Trophäe in die Höhe hatte stemmen dürfen – und dabei meist eine Schlüsselrolle einnahm. „Ich habe so viele unglaubliche Erinnerungen an die Veranstaltung“, erzählte Zverev, „insbesondere an das entscheidende Match in Genf 2019".

          Einen Schritt weiter als Zverev ist seit New York bereits Medwedew. Der Russe führt das Team Europa in Boston an und will es zusammen mit Zverev bei der vierten Auflage des am in diesem Jahr parallel im US-Bundesstaat Wisconsin stattfindenden Ryder Cups angelehnten Prestigewettbewerbs zum vierten Sieg führen. Auch ohne die großen Drei gehen Zverev und die weiteren Mitglieder des europäischen Teams wieder als Favorit ins Rennen, doch die Weltauswahl wittert ihre Chance.

          Nach dem Aus bei den US-Open, ist Zverev nun wieder am Start für die europäische Mannschaft im Laver Cup.
          Nach dem Aus bei den US-Open, ist Zverev nun wieder am Start für die europäische Mannschaft im Laver Cup. : Bild: Picture-Alliance

          Die Hoffnungen vom Kapitän des Weltteams John McEnroe ruhen besonders auf dem Kanadier Felix Auger-Aliassime, der zuletzt bei den US-Open bis ins Halbfinale stürmte und in Wimbledon Zverev schon im Achtelfinale rauswarf. „Es ist mein erster Laver Cup, ich bin super gespannt. Hoffentlich können wir eine gute Show liefern und den ersten Sieg für das Team Welt holen“, sagte der Kanadier, als Nummer elf der Welt der Spitzenspieler beim Herausforderer.

          Federer, Nadal und Djokovic werden das Geschehen aus der Ferne verfolgen. Vor allem für den 40 Jahre alten Federer ist das Fehlen bitter, ist der Schweizer über seine Agentur TEAM8 doch sogar Mitveranstalter des Spektakels. Zverev und die anderen Spieler werden versuchen, die großen Lücken zu schließen. Beim traditionellen Fotoshooting im LoPresti Park vor der Skyline Bostons machten sie im schwarzen Anzug schon einmal eine gute Figur.

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