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Verletzung beim Tennis : „Das tut mir unglaublich leid für Laura“

  • Aktualisiert am

Die verletzte Laura Siegemund wird vorsichtig auf eine Trage gelegt. Bild: dpa

Tennisspielerin Laura Siegemund ist in der „Form ihres Lebens“. Für die French Open galt sie als Hoffnungsträgerin. Doch nun wird sie beim Turnier in Nürnberg vom Platz getragen – und muss wohl eine lange Pause einlegen.

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          Laura Siegemund schrie auf und blieb mit großen Schmerzen auf dem roten Sandplatz liegen. Sofort verlangte die deutsche Tennisspielerin nach kühlendem Eis für ihr rechtes Knie. Nach langer Behandlung musste die Hoffnungsträgerin auf einen ersten deutschen Erfolg beim Nürnberger WTA-Turnier schließlich unter den besorgten Blicken von Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner mit einer Trage vom Center Court gebracht werden.

          Siegemund wurde am Mittwoch nach ihrem Unfall im Achtelfinale gegen die Tschechin Barbora Krejcikova, in dem es aus ihrer Sicht 6:4, 5:5 stand, sofort in ein Krankenhaus gebracht – mit einem unguten Gefühl. „Natürlich geht das bis hin zu einem Kreuzbandriss“, sagte Rittner zu den Befürchtungen hinsichtlich der Schwere der Blessur.

          Auch im Anschluss verlief der deutsche Achtelfinaltag in Franken trist. Annika Beck verpasste beim 5:7, 2:6 den insgeheim erhofften Überraschungssieg gegen Titelverteidigerin Kiki Bertens aus den Niederlanden. Davor hatte Tatjana Maria 2:6, 4:6 gegen Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan verloren. Im Duell der Fed-Cup-Spielerinnen Julia Görges und Carina Witthöft musste es am Mittwochabend aber noch eine deutsche Siegerin und Viertelfinal-Teilnehmerin geben.

          Siegemund habe bei einem unglücklichen Ausfallschritt „einen Knall im Knie“ gespürt, berichtete Rittner. Ein Start bei den French Open, auf den sich die 29-Jährige mit einer erfolgreichen Tenniswoche in Franken einstimmen wollte, sei definitiv ausgeschlossen. „Sie wird Paris nicht spielen können“, sagte Rittner. Alles deute auf eine lange Tennispause hin. „Es hat geknackt, sie hat Schmerzen.“

          Bei einem Schritt knackte es im Knie und Laura Siegemund ging zu Boden.

          Die Bundestrainerin reagierte tief betroffen. „Laura hat die Form ihres Lebens. Sie ist auf dem Zenit ihrer Karriere“, sagte Rittner. Sie hätte der Weltranglisten-32. bei den French Open zugetraut, „weit zu kommen“. Siegemund wäre schließlich gesetzt gewesen. „Das tut mir unglaublich leid für Laura“, äußerte Rittner mitfühlend. Das am Sonntag beginnende Grand-Slam-Turnier in Frankreich hatte Laura Siegemund in den Tagen von Nürnberg als „sehr wichtig“ für sie bezeichnet. Vor vier Wochen hatte sie beim Gewinn des Heimturniers in Stuttgart ihre großen Fähigkeiten auf Sand eindrucksvoll bewiesen.

          Die folgenschwere Verletzung erlitt sie in der Endphase des zweiten Satzes. Die Zuschauer fieberten mit Siegemund mit. Bis diese bei einem Ballwechsel unglücklich mit dem Bein wegknickte. „Ich bin der sicheren Meinung, dass der Platz keine Rolle gespielt hat“, sagte Rittner, die in Nürnberg auch als Turnierbotschafterin fungiert, zu Spekulationen um den Sandbelag: „Die Plätze sind in gutem Zustand.“ Verletzungen sind Alltag im Profigeschäft. „Das ist Leistungssport, das passiert“, bemerkte die frühere Top-Spielerin Rittner. Krejcikova, die übrigens mit einer dicken Bandage an ihrem rechten Knie spielte, zog nach dem Pech von Siegemund ins Viertelfinale ein. In diesem trifft die Qualifikantin am Donnerstag auf die letzte deutsche Hoffnung im Turnier – Carina Witthöft. Sie setzte sich im deutschen Duell 6:1 und 7:5 gegen Julia Görges durch.

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