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Beachvolleyball-WM in Hamburg : Tränen, Gänsehaut und erster Sieg für Laura Ludwig

  • -Aktualisiert am

Konzentrierte Freude: Laura Ludwig und Margareta Kozuch bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg Bild: dpa

Neue Partnerin, wenig überzeugende Ergebnisse: Die Saison von Olympiasiegerin Laura Ludwig läuft bisher nicht optimal. Doch bei der Heim-WM kommen ihr nicht nur die Tränen, auch das Können ist zurück.

          Es war ein bisschen wie nach Hause kommen, als Laura Ludwig das mit Sand aufgeschüttete Tennisstadion am Rothenbaum betrat. Und entsprechend sah es um die Gefühlslage der 33 Jahre alten Wahl-Hamburgerin aus, die nach zwanzig Monaten Babypause zum ersten Mal wieder auf ihrem Lieblingssandplatz aufschlug. Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin musste sich erst einmal „die Gänsehaut abstreifen“, ehe sie sich auf das Abendspiel konzentrieren konnte. Doch nachdem es ihr gelungen war, auch die Freudentränen über den begeisterten Empfang des Hamburger Publikums runterzuschlucken, zeigte die 33-Jährige ein überzeugendes Match am Eröffnungstag dieser Beachvolleyball-Weltmeisterschaft. Gemeinsam mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch spielte die WM-Titelverteidigerin hochkonzentriert, ließ ihre alte Klasse mehr als einmal aufblitzen und gewann gegen das amerikanische Duo Kelley Larsen und Emily Stockmann mit 2:0 Sätzen (21:1921:15).

          Auf die Frage, ob sie ein solch gutes Match erwartet hatte, sagte sie einfach nur „Ja“, ließ ein fröhliches Lachen folgen und bewies mit dem Strahlen in ihren Augen, dass sie doch auch erleichtert war, dass es so gut klappte. Ludwig/Kozuch spielen erst seit einem halben Jahr zusammen, nachdem Ludwigs kongeniale Partnerin Kira Walkenhorst im Winter ihre Karriere beendet hatte – und die bisherigen Ergebnisse auf der World Tour waren noch nicht begeisternd.

          Am Freitagabend hatten die unter besonderer Beobachtung stehenden Spielerinnen eine gute halbe Stunde warten müssen, ehe sie auf den Platz durften, denn der Zeitplan war in Verzug geraten, doch sie schafften es trotz der Verzögerung, im mentalen Tunnel zu bleiben und setzten sich nach dem Überwinden einigen Widerstands letztlich souverän durch. Die Zuschauer fieberten mit ihrem Publikumsliebling hörbar mit und als der letzte Punkt gespielt war und Laura Ludwig die Arme hochriss, war die Begeisterung für einen ersten Tag schon beachtlich.

          Dass die Atmosphäre am Hamburger Rothenbaum „der Wahnsinn“ sein kann, weiß auch Chantal Laboureur noch vom Vorjahr, als sie beim World Tour Finale der Beachvolleyballer mitspielte. Auch Sandra Ittlinger fand die Stimmung damals schon super, allerdings war sie da noch Zuschauerin. Ein Jahr später bilden die beiden ebenfalls ein neues Team – und sind laut Weltrangliste sogar das beste Deutsche. Gegen das spielerisch überforderte Außenseiterteam Michele/Pati aus Paraguay setzten sich die an Nummer eins gesetzten Ittlinger/Laboureur in einer guten halben Stunde Spielzeit locker mit 2:0 (21:1521:10) durch. „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, und zufrieden mit unserer Leistung“, sagte Sandra Ittlinger. Das Match sei das richtige „zum Einspielen“ gewesen, meinte ihre Partnerin.

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