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Kurzbahn-Weltcup : Antje Buschschulte schwimmt Europarekord

  • Aktualisiert am

Europarekordlerin Buschschulte: „Irgendwie komisch” Bild: ddp

„Was, 50 Meter Rücken? Europarekord? Ich? Das kann ja gar nicht sein“, sagte Antje Buschschulte nach ihrem Coup beim Weltcup in Berlin. „Irgendwie komisch, was ich hier abgeliefert habe. Normal sind die 50 Meter gar nicht meine Spezialstrecke.“

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          Beim Berliner Weltrekord-Festival ist die Magdeburgerin Antje Buschschulte am Samstag in 26,94 Sekunden als Siegerin über 50 Meter Rücken sensationell zum Europarekord geschwommen. „Was, 50 Meter Rücken? Europarekord? Ich? Das kann ja gar nicht sein“, sagte Antje Buschschulte nach ihrem Coup. Doppel-Siegerin Buschschulte, die in 2:05,92 Minuten auch die 200 Meter Rücken gewann, sicherte sich 1500 Dollar Prämie.

          „Irgendwie komisch und ganz seltsam, was ich hier abgeliefert habe. Normal sind die 50 Meter gar nicht meine Spezialstrecke. Es liegt vielleicht daran, dass ich ausgeruht bin und meine Saison an diesem Wochenende endet.“ Am Montag wird sie sich einer Schulteroperation unterziehen. „Vor Olympia ist das die letzte Möglichkeit“, sagte sie. Die bisherige Rekordhalterin Janine Pietsch aus Ingolstadt wurde in 26,98 Sekunden Zweite, blieb damit aber ebenfalls unter ihrer alten Bestmarke.

          Nystrand wusste, „dass ich Weltrekord drauf hatte“

          Der Schwede Stefan Nystrand markierte in 45,83 Sekunden zum Weltcup-Auftakt über 100 Meter Freistil ebenso einen Weltrekord wie die Niederländerin Marleen Veldhuis in 23,58 Sekunden über 50 Meter Freistil. Frankreichs Superstar Laure Manaudou setzte in 1:53,48 Minuten über 200 Meter Freistil eine kontinentale Bestmarke.

          Doppelsieg über 50 und 200 Meter Rücken
          Doppelsieg über 50 und 200 Meter Rücken : Bild: dpa

          Paul Biedermann aus Halle/Saale schraubte die deutsche Bestzeit über 400 m Freistil auf 3:38,22 Minuten und musste sich nur dem Südkoreaner Tae-Hwan Park (3:36,68) geschlagen geben. „Ein Rekord war nicht geplant“, stellte er fest. Benjamin Madeja aus Potsdam stellte als Fünfter über 200 m Brust in 2:10,15 Minuten den deutschen Rekord von Timo Lorenz (Berlin) ein.

          Marleen Veldhuis konnte es gar nicht fassen

          Nystrand schwamm zwar Weltrekord mit Ansage, war am Ende aber doch überrascht. „Ich wusste, dass ich den Weltrekord drauf hatte, aber nicht diese Zeit“, sagte der 26-Jährige nach einem unglaublich schnellen Rennen über 100 Meter Freistil. Dem Südafrikaner Roland Schoeman, der zusammen mit dem Amerikaner Ian Crocker in 46,25 Sekunden die alte Bestmarke hielt, blieb in 47,20 Sekunden hinter dem Australier Eamon Sullivan (47,08) nur Platz drei.

          Marleen Veldhuis setzte sich über 50 m Freistil überraschend vor der favorisierten 40 Jahre alten Amerikanerin Dara Torres (23,82) und der bisherigen Rekordhalterin Therese Alshammar aus Schweden (24,05) durch. Die Niederländerin war selbst überrascht: „Das kann ich noch gar nicht glauben. Aber im Vorlauf hat mich Dara Torres doch ein wenig geschockt. Da wollte ich gegenhalten.“

          Laure Manaudou von sich selbst überrascht

          „Das habe ich zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich nicht für möglich gehalten“, sagte Laure Manaudou nach ihrem Europarekord über 200 m Freistil. Meike Freitag aus Frankfurt/Main blieb in 1:56,27 Minuten nur Rang vier. Laure Manaudou gewann in 2:09,27 Minuten zudem die 200 m Lagen.

          „So knapp über meiner Bestzeit und dann noch gewonnen, das ist riesig“, sagte Sarah Poewe nach starken 1:06,14 Minuten über 100 m Brust. Nach einer langen Durststrecke konnte sie endlich wieder einen Sieg feiern. Die Dortmunderin Sonja Schoeber wurde in 1:06,32 Minuten Dritte. Der Rostocker Europarekordhalter Thomas Rupprath musste sich über 100 m Rücken in 51,54 Sekunden nur dem Amerikaner Randall Bal (50,66) geschlagen geben. „Ich wusste, daß es sehr schwer werden wird“, sagte Rupprath. Über 50 m Schmetterling wurde er in 23,22 Sekunden ebenfalls Zweiter.

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