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Kurzbahn-EM : Deutsche Männerstaffel schwimmt Weltrekord

  • Aktualisiert am

Die Gold-Staffel: Meeuw, Neumann, Rupprath, Schreiber (v.li.) Bild: AP

Die deutsche Mannschaft sorgte zu Beginn der Kurzbahn-EM für einen Paukenschlag. Helge Meeuw, Johannes Neumann, Thomas Rupprath und Jens Schreiber siegten über 4 x 50 Meter in Weltrekordzeit. Das hatte Signalwirkung für andere deutsche Schwimmer.

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          Die deutschen Schwimmer sind hervorragend in die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki gestartet. Der Wiesbadener Helge Meeuw, Johannes Neumann (Riesa), Thomas Rupprath und Jens Schreiber (beide Hannover) gewannen über viermal 50 Meter in der Weltrekordzeit von 1:34,06 Minuten. „Magic", sagte der Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Örjan Madsen.

          Die 25 Jahre alte Wolfsburgerin Janne Schäfer holte sich über 50 Meter Brust in 30,43 Sekunden zum zweiten Mal nacheinander den Titel, und Helge Meeuw belegte über 200 Meter Rücken hinter dem neuen russischen Europarekordler Arkadi Wjatschanin (1:49,98) in 1:53,45 Minuten Platz zwei. „Ich bin leider nicht ganz fit nach meiner schweren Erkältung vor drei Wochen. Deswegen bin ich ziemlich happy mit meiner Leistung", sagte der Medizinstudent.

          „Mit der Zeit nicht gerechnet“

          Glücklich fielen sich Helge Meeuw, Johannes Neumann, Thomas Rupprath und Jens Schreiber in die Arme. „Wir hatten auf Gold gehofft, aber mit dieser Zeit nicht gerechnet", sagte Rupprath. In 1:34,06 Minuten verbesserten die vier auch ohne den fehlenden Brustspezialisten Mark Warnecke die zwei Jahre alte eigene Bestmarke aus Dublin um vier Zehntelsekunden und verwiesen Finnland (1:34,95) und Italien (1:35,20) auf die Plätze.

          Janne Schäfer verfehlte zwar ihren deutschen Rekord um sieben Hundertstel, blieb in 30,43 Sekunden aber deutlich vor der Britin Kate Haywood (30,88) und der Russin Jelena Bogomazowa (30,98). Die Baunatalerin Annika Mehlhorn verlor als Fünfte über 200 Meter Schmetterling ihren sechs Jahre alten Europarekord von 2:05,77 Minuten an die polnische Olympiasiegerin Otylia Jedrzejczak (2:04,94). Beim Sieg des russischen Weltmeisters und Titelverteidigers Juri Prilukow über 400 Meter Freistil (3:39,02 Minuten) belegte Paul Biedermann (Halle), der Dritte von 2005, in 3:43,24 Minuten Rang sechs. Steffen Deibler (Biberach) wurde Fünfter über 50 Meter Freistil.

          DSV-Team will Nummer eins in Europa bleiben

          Insgesamt zog Madsen für den Auftakt eine erstaunlich zurückhaltende Bilanz: „Zufriedenstellend", sagte der Norweger, der sich aber besonders für die Psychologiestudentin Janne Schäfer „riesig freute. Das war meisterlich." Drei Monate vor der Langbahn-WM in Melbourne möchte Madsen auch ohne die kranke Weltrekordlerin Britta Steffen mit seinen Schwimmern die Nummer eins in Europa bleiben. Daß es in Helsinki vor allem für die Team-Neulinge noch nicht optimal lief, erklärte er so: „Den Jüngeren merkt man an, daß sie nach den vielen Wettkämpfen in diesem Jahr etwas müde sind."

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