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Kurzbahn-EM der Schwimmer : Biedermann rundet sein Jahr ab

  • Aktualisiert am

Anzugträger des Jahres: Paul Biedermann Bild: dpa

Paul Biedermann siegte bei der Kurzbahn-EM in Istanbul auch über 200 Meter Freistil, nachdem er bereits über 400 Meter Freistil gewonnen hatte. Über beide Strecken nimmt er die Weltrekorde auf Lang- und Kurzbahn mit in die Zeitenwende.

          Paul Biedermann hat sein perfektes Schwimm-Jahr erfolgreich beendet. Der 23-Jährige aus Halle/Saale siegte bei den Kurzbahn- Europameisterschaften in Istanbul auch über 200 Meter Freistil. Nach einem spannenden Duell bezwang Biedermann am Sonntag Daniil Isotow. In 1:39,81 Minuten lag er 27/100 Sekunden vor dem Russen. Dritter wurde Isotows Landsmann Nikita Lobinzew. Dimitri Colupaev (Mainz) kam auf Platz zehn.

          Biedermann hatte am Donnerstag bereits die 400 Meter Freistil gewonnen. Über beide Mittelstrecken hält er die Weltrekorde auf der Lang- und Kurzbahn. Im Juli triumphierte er über 200 und 400 Meter auch bei der Langbahn-Weltmeisterschaft in Rom.

          Gold auch für Ruhnau und Dietrich

          Carolin Ruhnau ist bei der Kurzbahn-EM in Istanbul überraschend zur Goldmedaille über 100 Meter Brust geschwommen. Die Essenerin lag in 1:04,86 Minuten 12/100 Sekunden vor der Niederländerin Moniek Nijhuis. Jennie Johannsson wurde (Schweden) wurde Dritte. Sarah Poewe (Wuppertal) kam in 1:06,12 auf Platz sieben.

          Die schnellste Frau von Istanbul: Federica Pellegrini

          Auch Johannes Dietrich hat EM-Gold gewonnen. Der Schwimmer aus Wiesbaden schlug über die 50 Meter Schmetterling nach 22,07 Sekunden an. Der 24-Jährige feierte damit seinen größten Karriereerfolg. Rang zwei ging an den Franzosen Frederick Bousquet vor dem Russen Jewgeni Korotschkin.

          Medaillen für Mensing und Brandt

          Rückenschwimmerin Jenny Mensing hat für eine weitere deutsche Überraschungs-Medaille gesorgt. Die Wiesbadenerin schwamm am Sonntag über 200 Meter auf Platz zwei. In 2:03,31 Minuten lag sie 31/100 Sekunden über ihrem zwei Wochen alten deutschen Rekord. Europameisterin wurde Alexianne Castel (Frankreich/2:02,67), Pernille Larsen (Dänemark) kam auf Platz drei.

          Dorothea Brandt hat überraschend die Bronzemedaille über 50 Meter Freistil erkämpft. Die erst 15 Jahre alte Berlinerin schwamm 23,74 Sekunden und verbesserte damit den zwei Jahre alten deutschen Rekord von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen um 6/100. Den Titel sicherte sich die Niederländerin Hinkelien Schreuder in 23,52 Sekunden.

          Zwei Europameister mit einem Weltrekord

          Helge Meeuw aus Frankfurt/Main hat Platz sechs über 100 Meter Rücken belegt. Der Medizin- Student schlug nach 50,70 Sekunden an. Zwei Russen feierten in Weltrekordzeit einen Doppelsieg: Europameister wurden in 48,97 Sekunden zeitgleich Stanislaw Donets, der damit seinen vierten Titel holte, und Arkadi Wjatschanin.

          Ebenfalls in Weltrekordzeit hat die Italienerin Federica Pellegrini ihren Titel verteidigt. Pellegrini benötigte 1:51,17 Minuten für 200 Meter Freistil und war damit war damit 68/100 Sekunden schneller als vor einem Jahr im kroatischen Rijeka. Zweite wurde die Ungarin Evelyn Verraszto vor Femke Heemskerk aus den Niederlanden.

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