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Radsportlerin im Rollstuhl : Chapeau vor Kristina Vogels Lebensmut

  • -Aktualisiert am

Freude in Berlin: Emma Hinze (links), Lea Friedrich (hinten Mitte) und Pauline Grabosch (rechts) machen mit Kristina Vogel (Mitte links) und Miriam Welte (Mitte rechts) ein Selfie. Bild: dpa

Nach ihrem Trainingsunfall sitzt Kristina Vogel im Rollstuhl. Die frühere Radsportlerin aber hat sich ins eigenständige Leben zurückgekämpft. Und sie ist noch längst nicht fertig damit, die Welt neu zu erobern.

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          Kristina Vogel ist ein großes Vorbild. Ihr Strahlen erreicht uns alle. Diese Woche weinte sie vor Freude, weil drei junge Bahnradfahrerinnen in Berlin den Weltmeistertitel im Teamsprint gewannen. Den kann die einstige Chefin auf der Bahn nicht mehr selbst holen, weil sie nach ihrem schweren Trainingsunfall 2018 im Rollstuhl sitzt.

          Die jungen Frauen fuhren so schnell, wie sie selbst mit ihrer Kollegin nie war, und das freute sie noch mehr. So verwandelt die junge Frau, die sich mit der Entschlossenheit einer Leistungssportlerin ins eigenständige Leben zurückgekämpft hat, einen Verlust in Gewinn. Sie verwandelt Einschränkung in Freiheit. Im Fernsehen war zu sehen, wie sie auf einem Konzert weinte, weil sie zu der Musik nicht tanzen konnte.

          Und im nächsten Bild sprang sie zusammen mit dem einstigen Turner Eberhard Gienger mit dem Fallschirm ab. „Was soll ich mir noch wünschen?“, fragte sie, „ich hab doch alles. Man kann einfach mal nur glücklich sein.“ Vergangenes Jahr wurde sie in den Erfurter Stadtrat gewählt. Und sie ist noch längst nicht fertig damit, die Welt neu zu erobern. Chapeau vor solch überwältigendem Lebensmut.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

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