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Korruptionsprozess : Mitangeklagter belastet Emig schwer

  • Aktualisiert am

Jürgen Emig vor Gericht Bild: dpa

Im Korruptionsprozess gegen den früheren Sportchef des Hessischen Rundfunks, Jürgen Emig, ist Emig vom Mitangeklagte Harald Frahm schwer belastet worden. Emig soll Sponsorengelder und Produktionszuschüsse über eine Firma seiner Frau teils in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

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          Im Korruptionsprozess gegen den ehemaligen Sportchef des Hessischen Rundfunks, Jürgen Emig, ist Emig vom Mitangeklagte Harald Frahm schwer belastet worden. Vor dem Landgericht Frankfurt sagte Frahm am Dienstag, bei der Gründung der Agentur Sport-Markting & Production GmbH (SMP) sei er davon ausgegangen, dass der HR von Emigs Beteiligung an der Firma gewusst habe. Diesen Eindruck habe Emig ihm immer vermittelt.

          Über die SMP soll Emig laut Anklage zwischen 2000 und 2004 rund 525.000 Euro aus Sponsorengeldern und Produktionszuschüssen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Die SMP sei mit einem Startkapital von Emigs Frau Atlanta Killinger gegründet worden, sagte Frahm.

          „Für mich war es seine Firma und die seiner Frau“, sagte Frahm. Mit Killinger habe er lediglich einen Treuhandvertrag abgeschlossen. Über die Abrechnungen, die die SMP mit dem HR und mit Sponsoren gemacht habe, habe er sich keine Gedanken gemacht.

          „Ich hätte Fragen stellen sollen, das war ein Fehler, den ich sehr bedaure“, sagte Frahm. Emig ist der Untreue, Bestechlichkeit, Anstiftung zur Bestechung und des Betrugs angeklagt. Frahm, ehemals Vorsitzender des Deutschen Tanzsportbundes, soll Beihilfe zur Untreue geleistet haben.

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