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Finals 2019 in Berlin : Der einsame Rekordlauf der Konstanze Klosterhalfen

Keine ist in Deutschland über 500ß Meter schneller als Konstanze Klosterhalfen. Bild: dpa

Die Läuferin, die in Amerika trainiert, unterbietet in Berlin über 5000 Meter eine alte Bestmarke. Diskus-Olympiasieger Christoph Harting zeigt eine Nullnummer – und poltert in einem Interview.

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          Der einsame Rekordlauf von Konstanze Klosterhalfen über 5000 Meter und eine Nullnummer von Diskus-Olympiasieger Christoph Harting waren die auffälligsten Ergebnisse am Samstag, dem ersten Tag der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Olympiastadion von Berlin. Die ehemalige Leverkusenerin Klosterhalfen war nach 14:26,76 Minuten im Ziel und unterbot den Rekord, den Irina Mikitenko vor zwanzig Jahren aufgestellt hatte, um 15 Sekunden.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Seit dem vergangenen Jahr gehört die 22 Jahre alte Konstanze Klosterhalfen dem Oregon Project des Sportartikelherstellers Nike in Portland an; im Juni hat sie in Stanford den Rekord über 3000 Meter auf 8:20,07 Minuten verbessert. Vom Start weg lief sie allein und überholte auf den zwölfeinhalb Runden alle Konkurrentinnen bis auf die zweitplazierte Alina Reh (Ulm/15:19,42). Schon am Sonntag wollte sie zurück in die Vereinigten Staaten fliegen, um mit einem Höhentraining in Utah zu beginnen.

          Harting, der seit seinem Olympiasieg von Rio um seine Form ringt, schied mit drei Fehlversuchen aus, als Martin Wierig aus Magdeburg mit 65,39 Meter siegte. Damit endete eine Ära. Zum ersten Mal seit 2007 heißt der deutsche Diskus-Meister nicht Harting; zehn Mal hatte Robert, Olympiasieger von London 2012, zwei mal sein Bruder Christoph den Titel gewonnen.

          Der Titelverteidiger hatte von sich reden gemacht, als er in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ in dieser Woche sagte, die Meisterschaft sei die „letzte Erpressungsmöglichkeit der deutschen Leichtathletik“, der „große letzte Nominierungswettkampf, wo der DLV sagt, ihr müsst hinfahren“ – und es gebe wenig Unbedeutenderes als einen deutschen Meistertitel.

          „Es könnte mir nicht egaler sein“, sagte er nun. Da er in dieser Saison bereits die Qualifikationsweite von 65 Metern übertroffen hat, könnte der Verband ihn in der kommenden Woche neben Wierig und David Wrobel, dem Zweiten der Meisterschaft, für die WM in Doha nominieren.

          Im Sprint der Frauen besiegte die Münsteranerin Tajana Pinto in 11,09 Sekunden Gina Lückenkemper (Berlin/11,20) und die überragende Weitspringerin des Jahres, Europameisterin Malaika Mihambo (Heidelberg), die 11,20 Sekunden lief. Auch die Berlinerin Lisa Marie Kwayie erfüllte in 11,22 Sekunden auf Platz vier die WM-Norm.

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