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Schwimm-WM : Koch gewinnt Bronze und verliert Weltrekord

  • Aktualisiert am

Voll fokussiert: Schwimmer Marco Koch bei der deutschen Meisterschaft im Juli 2018. Bild: Picture-Alliance

Brustschwimmer Marco Koch hat bei der Kurzbahn-WM die erste Medaille für das deutsche Team geholt. Doch für den Schwimmer gab es auch einen Dämpfer auf seiner Paradestrecke.

          Bronze gewonnen, Weltrekord verloren: Brustschwimmer Marco Koch schwankte nach dem 200-Meter-Finale bei der Kurzbahn-WM zwischen Frust und Freude. „Mit einer Medaille muss man zufrieden sein“, sagte der als Weltmeister und Weltrekordler entthronte Frankfurter: „Aber es war nicht so ein gutes Rennen.“

          Koch haderte über die „zehn, 15 Zentimeter“, die für einen perfekten Anschlag an jeder Wende gefehlt hätten. „Da lässt man viel Zeit liegen“, sagte der Doppel-Weltmeister von 2016, der zwei Tage zuvor das 100-Meter-Finale als 13. noch verpasst hatte. Dass der russische Sieger Kirill Prigoda (2:00,16) seinen alten Weltrekord brach, wurmte Koch weniger: „Die Zeit ist stark, aber nichts, was ich nicht auch kann. Vielleicht nicht heute, aber bald.“

          Koch deutete zumindest an, dass er mit Blick auf die Langbahn-WM 2019 in Südkorea und Olympia 2020 in Tokio auf dem richtigen Weg ist. Nach der verpassten Qualifikation für die EM im vergangenen Sommer war Koch von Darmstadt nach Frankfurt gewechselt, wo er nach den Trainingsplänen von Bundestrainer Henning Lambertz arbeitet und vor allem körperliche Defizite aufholt. Das Wassertraining wurde bewusst vernachlässigt, deshalb lobte Lambertz: „Marco hat ein fantastisches Rennen geschwommen.“

          Am aus deutscher Sicht bislang besten Wettkampftag verpassten andere DSV-Athleten das Podest nur knapp. Europameisterschaftszweite Sarah Köhler schwamm über 800 Meter Freistil in deutscher Rekordzeit (8:10,54) auf Platz fünf, zum Bronzerang fehlten der Magdeburgerin 1,79 Sekunden. „Ganz zufrieden bin ich wegen der verpassten Medaille nicht“, sagte die 24-Jährige: „Ich hatte das Gefühl, dass ich vorne nicht so viel Druck manchen konnte.“

          Nur eine Viertelsekunde trennte Marius Kusch von einer Medaille. Der 25-Jährige, der für die SG Essen startet und an der Queens University of Charlotte in den Vereinigten Staaten trainiert, schlug im Finale über 100 Meter Schmetterling ebenfalls als Fünfter (49,50) an. „Ich bin super zufrieden“, sagte Kusch: „Platz fünf ist ein Top-Ergebnis.“

          Die gemischte Lagenstaffel landete über 4x50 Meter auf Platz sechs. Gold sicherte sich das amerikanische Quartett abermals in Weltrekordzeit (1:36,40). Ihr Finalticket für Freitag lösten zudem Christian Diener als Achter über 50 Meter Rücken und Aliena Schmidtke auf Rang sieben über 50 Meter Schmetterling.

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